Fed-Chef Warsh hält zurückhaltende Rede in Jackson Hole – Märkte reagieren verhalten
Quick Look
- Die Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole löste nur geringe Reaktionen an den US-Börsen aus.
- Während der Dow Jones zunächst stieg und anschließend unverändert bei 53.526 Punkten stand, verlor der S&P 500 und fiel auf 7709 Punkte.
- Die Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 26.413 Punkte nach, der Nasdaq 100 sogar 0,7 Prozent auf 29.452 Zähler.
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Why It Matters
Das Notenbankertreffen in Jackson Hole ist traditionell ein wichtiger Ort für geldpolitische Signale der US-Notenbank. Kevin Warsh wurde im Mai 2026 zum Fed-Chef ernannt und ist bekannt für seine zurückhaltende Kommunikationsstil im Vergleich zu seinen Vorgängern.
Das Notenbankertreffen in Jackson Hole und die Rede des Fed-Chefs bewegen die großen Indizes kaum. Einzelne Aktien stechen aber mit großen Verlusten heraus.
Ein Straßenschild an der Wall Street, dem Sitz der New Yorker Börse. Foto: dpa
Düsseldorf. Die Wall Street nimmt die Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh verhalten auf. Die Kursgewinne fallen allenfalls moderat aus.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones liegt zunächst höher, verliert dann aber und notiert unbewegt bei 53.526 Punkten.
Der breiter gefasste S&P 500 dreht ins Minus und steht bei 7709 Punkten.
Die technologielastige Nasdaq liegt 0,5 Prozent im Minus bei 26.413 Punkten.
Der Nasdaq 100, der die 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung beinhaltet, verliert 0,7 Prozent auf 29.452 Zähler.
Das Notenbankertreffen war schon in der Vergangenheit der Ort für Fed-Chefs, weitreichende Signale zur Geldpolitik zu senden. Bei Warsh, dessen Kommunikationslinie sich angesichts karger Wortmeldungen ohnehin von denen seiner Vorgängerinnen und Vorgänger unterscheidet, gilt das umso mehr.
Geldpolitik
„Wir müssen sicher sein, dass die Inflation sich auf unser Ziel zubewegt“ – Warsh offen für Zinsschritt
Er betonte bei seinem Auftritt in Jackson Hole, dass die Fed reagieren müsse, sofern sich die Inflation nicht absehbar auf das Ziel von zwei Prozent Teuerung zubewege – ohne sich dabei zu sehr auf einen Zinsschritt bei der kommenden Fed-Sitzung im September festzulegen.
Unabhängig vom gewählten Inflationsmaß liegt die Teuerung in den USA seit 2021 deutlich über diesem Zielwert. Seit seinem Amtsantritt im Mai hat Warsh regelmäßig betont, die hohe Inflation senken zu wollen. Aus Sicht von Experten hat der von Präsident Donald Trump nominierte Warsh dafür aber noch keine glaubwürdige Strategie vorgelegt.
Während die Aktienmärkte zunächst kaum auf die Worte reagierten, stiegen zunächst die Renditen kurzfristiger US-Anleihen, langlaufende Anleihen rentierten leicht niedriger. Später lagen alle Anleiherenditen im Plus, die für zweijährige Papiere stiegen in der Spitze um zehn Basispunkte. Das deutet auf höhere Zinserwartungen der Märkte hin, die wiederum Kredite für Unternehmen verteuern und so in der Tendenz auch die Aktienkurse belasten.
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What to Watch
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Die Fed wird bei ihrer September-Sitzung über einen möglichen Zinsschritt entscheiden.
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Open Questions
- Welche konkreten Schritte plant die Fed zur Bekämpfung der Inflation?
- Wie wird sich die geldpolitische Haltung der Fed im September entwickeln?
- Welche Auswirkungen werden höhere Zinsen auf die Unternehmensfinanzierung haben?







