
Der Bundeskanzler bezeichnet den Waldbrand als Folge des Klimawandels und dankt den Einsatzkräften für ihre Arbeit.
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Im Hürtgenwald brach vergangene Woche ein Waldbrand aus, der 300 bis 400 Hektar Fläche betraf und die Evakuierung von 1800 Bewohnern erforderte.
Zwei Tage nach der Löschung des Waldbrands in der Eifel hat Friedrich Merz die betroffene Gemeinde im Hürtgenwald besucht. »Ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist«, sagte Merz. »Das ist der Klimawandel. Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen, aber wir müssen auch mit dem Klimawandel leben.«
Darauf vorbereitet zu sein, sei eine Aufgabe des Bundes, der Länder und der Gemeinden, so Merz weiter. Man werde genau analysieren, was gut gelaufen sei und besser werden müsse. Das Bundeskabinett solle in der kommenden Woche dazu beraten. So seien etwa die »Kommunikationsverbindungen« verbesserungswürdig.
Der Auftritt war der erste des Bundeskanzlers nach seinem Sommerurlaub. Für den späten Besuch war er teilweise kritisiert worden. Mehrere Vertreter der nordrhein-westfälischen Landesregierung hatten das Brandgebiet von Hürtgenwald bereits besucht. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) unterbrach dafür vor einer Woche seinen Urlaub in der Lüneburger Heide.
Merz dankte den Einsatzkräften. »Ohne die Zusammenarbeit zwischen allen diesen Beteiligten wäre das nicht so glimpflich ausgegangen«, sagte er. Der Kanzler sprach von »großartigen Organisationen«. Er sagte: »Ohne die zahlreichen Menschen, die Millionen Menschen in Deutschland, die in den ehrenamtlichen Tätigkeiten unterwegs sind, könnten wir unser Gemeinwesen nicht aufrechterhalten.«
Landrat verteidigt Merz
Der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten, betonte, er habe den Bundeskanzler gebeten, nicht während des Brandes zu kommen. Er zitierte einen Feuerwehrmann: »Ich brauche keine Politiker, sondern ich brauche solche Leute, die den Löschschlauch halten.« Die Menschen, »die hier rufen und pfeifen«, sollten besser dem THW, der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz beitreten, sagte Nolten weiter. Dafür bekam der Landrat langen Applaus.
Das Feuer war am Donnerstag vergangener Woche aus noch ungeklärter Ursache im Hürtgenwald ausgebrochen. Menschliches Fehlverhalten gilt als mögliche Ursache. Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an Grundstücke heran. Aus Sicherheitsgründen mussten rund 1800 Bewohner des Ortsteils Gey ihre Häuser verlassen. Zwei Tage später durften sie zurückkehren.
Nach Angaben des NRW-Landesbetriebes Wald und Holz verbrannte oder schädigte das Feuer eine Fläche von 300 bis 400 Hektar Wald. Am Donnerstag erklärte der Bürgermeister der Gemeinde das Feuer für gelöscht. Das betroffene Waldgebiet wurde gesperrt.
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