
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident bezeichnet die Wahl in Sachsen-Anhalt als tiefen Einschnitt in die Republik.
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Der AfD-Abgeordnete Tobias Rausch wurde am Dienstag zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt gewählt, wobei er Stimmen über die AfD- und BSW-Fraktionen hinaus erhielt.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Wahl von AfD-Politiker Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt mit Stimmen auch aus anderen Fraktionen kritisiert. Er bezeichnete den Vorgang als »tiefen Einschnitt in unsere Republik«. »Das Parlament ist die Herzkammer unserer Demokratie«, sagte Wüst. »Und dass sie in Sachsen-Anhalt nun von einem Mitglied einer gesichert rechtsextremistischen Partei geführt wird, zeigt, dass in unserem Land etwas ins Wanken gekommen ist.«
Es dürfe »keine Normalisierung von extremistischen Denkmustern« in den deutschen Parlamenten geben, warnte Wüst. Von den Christdemokraten forderte er Klarheit und »Geschlossenheit im Handeln« ein. »Wir stellen uns der AfD und ihren radikalen Positionen mit aller Kraft entgegen«, so der CDU-Politiker. Gleichzeitig müsse die CDU alles daran setzen, Wähler für die politische Mitte zurückzugewinnen.
Am Dienstag war der AfD-Abgeordnete Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtages in Magdeburg gewählt worden. Dabei bekam er nicht nur wie angekündigt die Stimmen der AfD- und BSW-Abgeordneten, sondern vier weitere Stimmen. Von wem sie kamen, ist unklar – die Abgeordneten stimmten einzeln und geheim in einer Wahlkabine ab. Die CDU dementierte vehement, dass die Stimmen von ihren Abgeordneten kamen, Rausch hingegen behauptete, er sei mit CDU-Abgeordneten im Austausch gewesen, die ihm ihre Stimmen zusicherten.
Die Wahl Rauschs werde nicht der letzte Spannungstest in der parlamentarischen Auseinandersetzung mit den extremen Rändern rechts wie links gewesen sein, sagte Wüst. »Wir Christdemokraten sollten uns in diesen Fällen immer auf unser Menschenbild besinnen und aus diesem heraus geschlossen handeln.«
Die AfD und ihre Abgeordneten seien berüchtigt für ihre Geringschätzung der demokratischen Kultur im Parlamentarismus. »Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass der neue Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt seine Ankündigung, das Amt überparteilich führen zu wollen, in die Tat umsetzt«, so Wüst.

On the anniversary of the Hamas attack on October 7, 2023, hundreds of people gathered at Bebelplatz in Berlin, including Federal Interior Minister Alexander Dobrindt and Israeli Ambassador Ron Prosor. Dobrindt assured Israel's solidarity and emphasized the obligation to combat anti-Semitism. In addition to Israeli flags, Iranian flags could also be seen. The police were deployed with around 1,000 officers while two pro-Palestinian demonstrations were registered.
Lower Saxony's Prime Minister Olaf Lies and CDU leader Sebastian Lechner criticize the election of AfD politician Tobias Rausch as state parliament president in Saxony-Anhalt and warn that such events could become normal. Lies emphasizes the need to strengthen the democratic center, while Lechner rejects possible agreements between the AfD and the CDU as attempts to disrupt. The Saxony-Anhalt AfD has been considered right-wing extremist since November 2023.
Thuringia's head of the state chancellery, Stefan Gruhner, has criticized the planned appearance of the rapper Dahabflex in Erfurt because of his alleged connections to the PFLP and appealed to organizers to carefully examine such events. He pointed to the anniversary of the October 7, 2023 Hamas massacre and described anti-Semitism as a bipartisan problem.
The preliminary exploratory talks between the Left, the Greens and the SPD in Berlin ended on Wednesday without any publicly communicated result. A statement is expected to be made on Thursday. The parties first want to find a common stance on anti-Semitism, racism and social cohesion before coalition negotiations begin. Bettina Jarasch of the Green Party mentioned a commemoration of the victims of the terrorist attack on October 7, 2023 in Israel.
The AfD and the BSW have submitted a motion in the state parliament of Saxony-Anhalt to immediately stop German arms deliveries and economic sanctions against Russia in order to put pressure on the federal government.
Two and a half weeks after the election to the Berlin state parliament, preliminary talks between the Left, the Greens and the SPD have stalled. The crux of the matter is a common line on how to deal with anti-Semitism, which is a prerequisite for official investigations.