Investitionen: KfW-Chef: AfD-Erfolge werfen Fragen zur Standortstabilität auf
Internationale Investoren beobachten politische Stabilität und demokratische Grundwerte in Deutschland genau.
Quick Look
- KfW-Vorstandschef Stefan Wintels betont am Rande der IWF-Tagung, dass internationale Investoren die politische Stabilität und demokratische Grundwerte in Deutschland genau beobachten.
- Trotz Herausforderungen bleibt Deutschland eine Top-Adresse.
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Why It Matters
Die Aussagen fielen am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. Hintergrund ist die Debatte über das Erstarken der AfD bei Landtagswahlen.
Berlin. Die Förderbank KfW sieht hohes internationales Interesse an Investitionen in Deutschland – aber auch eine Sensibilität für weitere politische Stabilität.
„Demokratie ist ein harter Standortfaktor“, sagte Vorstandschef Stefan Wintels der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. „Investoren beobachten genau, ob demokratische Grundwerte, Rechtsstaatlichkeit und offene Märkte in Deutschland verlässlich geschützt bleiben.“
Was der Standort am wenigsten gebrauchen könne, seien Abschottung, Polarisierung und Blockade. Wintels äußerte sich auf die Frage, ob das Erstarken der AfD bei den jüngsten Landtagswahlen ein Thema für Investoren sei. In Sachsen-Anhalt hatte die vom dortigen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Partei die Wahl gewonnen, auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde sie stärkste Kraft.
Insgesamt bleibe Deutschland trotz aller Herausforderungen „erste Adresse in Europa“, sagte der KfW-Chef nach Gesprächen mit Vertretern internationaler Investoren in Bangkok. „Kapital ist da, der Investitionswille ebenso.“
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