KiKa-Kinderachrichten ändern Berichterstattung nach AfD-Interview-Kritik
Nach massiver Kritik an Interviews mit AfD-Spitzenkandidaten kündigt die logo!-Redaktion ein neues Format für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an.
Quick Look
- Nach heftiger Kritik an Interviews mit AfD-Politikern in den logo!-Kindernachrichten ändert die Redaktion ihr Konzept für die Berichterstattung zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
- Eine Petition von Schülern erreichte fast 300.000 Unterschriften.
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Why It Matters
Kritik entzündete sich an einem Interview der Kindernachrichten logo! mit dem sachsen-anhaltischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund.
Die Redaktion der logo!-Kindernachrichten im Kinderkanal (KiKa) von ARD und ZDF reagiert auf anhaltende Kritik an Interviews mit AfD-Spitzenkandidaten zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Die logo!-Redaktion werde »die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern auf eine andere Art und Weise begleiten«, teilte das ZDF mit. Die Aussagen aus Interviews mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Enrico Schult, Spitzenkandidat der AfD, würden dieses Mal in einem redaktionellen Beitrag eingeordnet werden.
Die anhaltende Kritik hatte sich an einem Interview mit dem sachsen-anhaltischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in der logo!-Sendung vom 3. September entzündet. Die ehemalige Landesschülersprecherin in Sachsen-Anhalt, Lucienne Balke, hatte neben Siegmund auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) interviewt. Die Antworten der beiden Politiker hatte die Redaktion in einem Beitrag gegeneinander geschnitten. Online veröffentlichte die Redaktion die jeweils rund halbstündigen Interviews in voller Länge.
Eine von Schülerinnen und Schülern gestartete Petition mit der Forderung, das Interview mit Enrico Schult nicht in diesem Format im Kinderkanal auszustrahlen, unterzeichneten bis jetzt rund 296.000 Menschen.
Open Questions
- Wie genau wird der neue redaktionelle Beitrag für Mecklenburg-Vorpommern aussehen?
