Kolosseum in Rom nach tödlichem Unfall wieder geöffnet
Nach dem Sturz eines 22-jährigen Arbeiters bei Installationsarbeiten ist das antike Amphitheater wieder für Besucher zugänglich.
Quick Look
- Nach dem tödlichen Sturz eines 22-jährigen Arbeiters bei Beleuchtungsarbeiten ist das Kolosseum in Rom wieder für Touristen geöffnet.
- Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, während Gewerkschaften strengere Sicherheitskontrollen fordern.
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Why It Matters
Das Kolosseum ist das größte antike Amphitheater der Welt und gehört seit 1980 zum Unesco-Weltkulturerbe. Es ist mit jährlich über 15 Millionen Besuchern die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Italiens.
Nach dem tödlichen Sturz eines jungen Arbeiters ist das Kolosseum in Rom wieder für Besucher geöffnet. Das größte antike Amphitheater der Welt war für drei Tage geschlossen worden, nachdem ein 22-Jähriger in der Nacht zum Mittwoch bei einem Sturz aus zehn Metern Höhe unter nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen war.
Der Arbeiter war in der fast 2.000 Jahre alten Anlage mitten in der italienischen Hauptstadt mit der Installation einer neuen Beleuchtungsanlage beschäftigt. Zur Zeit des Unglücks kurz nach Mitternacht war das viel besuchte Denkmal längst geschlossen. Am Mittwoch wurde es zunächst für wenige Stunden geöffnet, dann blieben die Türen für den Rest des Tages für Touristen jedoch dicht.
Die Ursache des Unfalls ist noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Rom ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Es wird unter anderem untersucht, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Nach Informationen der Zeitung «La Repubblica» prüfen die Ermittler zudem die Qualifikation des 22-Jährigen.
Gewerkschaft fordert strengere Kontrollen
Das Kolosseum ist nun aber trotz laufender Ermittlungen wieder fast vollständig zugänglich. Lediglich die rund zehn Quadratmeter große Unglücksstelle bleibt abgesperrt. Rund 25.000 Besucher wurden insgesamt für den Tag der Wiedereröffnung erwartet, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
Kulturminister Alessandro Giuli hatte die Wiedereröffnung am Vortag angekündigt. Zugleich teilte die Regierung mit, man werde mit den Gewerkschaften über die Sicherheit bei Arbeiten an Kulturstätten sprechen. Die Gewerkschaft CGIL kritisiert insbesondere den Einsatz von Subunternehmen und fordert strengere Kontrollen.
Das Kolosseum wurde im ersten Jahrhundert nach Christus als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe und andere Spektakel erbaut. Mit mehr als 15 Millionen Besuchern pro Jahr ist es die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Italien. Seit 1980 gehört das Amphitheater zum Unesco-Weltkulturerbe.
What to Watch
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Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wurden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten?
- Wie qualifiziert war der verunglückte Arbeiter?

