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BackNach 30 Jahren: Finale Ausgabe von «Immer wieder sonntags»
Nach 30 Jahren: Finale Ausgabe von «Immer wieder sonntags»
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Die Zeit2 hours agoCulture3 min readGermany

Nach 30 Jahren: Finale Ausgabe von «Immer wieder sonntags»

Der SWR stellt das langjährige Schlagerformat ein, doch Moderator Stefan Mross plant eine Fortsetzung der Show an anderer Stelle.

Quick Look

  • Nach über 30 Jahren endet die ARD-Schlagersendung «Immer wieder sonntags».
  • Der SWR begründet das Aus mit Sparmaßnahmen und dem Wandel des Sehverhaltens.
  • Moderator Stefan Mross plant jedoch eine Fortführung des Formats außerhalb des Senders.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Sendung wurde seit 1995 ausgestrahlt und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des deutschen Fernseh-Sommerprogramms. Seit 2005 prägte Stefan Mross das Format maßgeblich.

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Nach mehr als 30 Jahren fällt der Vorhang für eine Schlagergröße im deutschen Fernsehen. Kommenden Sonntag (10.00 Uhr) läuft die finale Ausgabe der Show «Immer wieder sonntags» (Das Erste). Der Südwestrundfunk (SWR) führt das Format, das über Jahrzehnte hinweg Millionen Zuschauer hatte, nicht fort. Doch Moderator Stefan Mross (51) zeigt sich entschlossen: Er will mit der Show weitermachen.

«Ich werde nichts vermissen, weil ich weiß, es geht weiter», sagte Mross der Deutschen Presse-Agentur. «Der Optimismus ist da, dass es weitergeht.» Er habe bereits zahlreiche Gespräche unter anderem mit Fernsehsendern geführt, die Interesse an einer Fortführung der Show hätten. Details nannte Mross nicht. Sein großer Wunsch sei außerdem, weiter aus dem Europa-Park moderieren zu können, mit dem er sich seit Kindheitstagen verbunden fühle.

«Immer wieder sonntags» ging erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten auf Sendung und wurde bis 2003 von Max Schautzer moderiert. Schauspieler und Moderator Sebastian Deyle übernahm 2004, blieb aber nur eine Staffel. Stefan Mross übernahm schließlich im Jahr 2005 - und mit dem Musiker als Gastgeber sowie einem neuen Konzept stiegen die Quoten der Show deutlich. Produziert wurde die Open-Air-Sendung seit 1998 auf dem Gelände des Europa-Parks in Rust, zuletzt neben der Wasserwelt Rulantica.

Der im bayerischen Traunstein geborene Mross gab dem Format sein heutiges Gesicht. Er brachte seine Trompete sowie seine Leidenschaft für Schlager und Volksmusik mit. Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgskonzepts war die Nähe zum Publikum. Mross holte Menschen auf die Bühne, ließ Kinder singen, forderte das Publikum bei Spielen und Wettbewerben heraus und stellte sich selbst teils kuriosen Aufgaben. Die Sendung bot Schlagerstars eine Bühne - aber auch Volksmusik-Acts und Newcomern.

ARD und SWR begründeten die Absetzung im Frühjahr mit Sparmaßnahmen und dem Wunsch, neue digitale Formate zu entwickeln sowie sich auf ein jüngeres Publikum zu konzentrieren. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler nannte es eine «schmerzhafte» Entscheidung, die dem Sender «angesichts des großen Erfolgs» nicht leicht gefallen sei.

Hinter den stabilen Quoten steckt dem SWR zufolge ein strukturelles Problem: Bei gleichem Marktanteil erreiche die Sendung heute rund 30 Prozent weniger Menschen als vor zehn Jahren – weil schlicht weniger Menschen lineares Fernsehen schauen. Die Nutzung durch 14- bis 49-Jährige habe sich im gleichen Zeitraum halbiert.

Für Mross ist die Entscheidung trotzdem nicht nachvollziehbar. Drei Generationen säßen mittlerweile im Publikum, vom Kind bis zur Großmutter. «Von mir aus hätte es in den nächsten zehn Jahren noch weitergehen können», sagte der Oberbayer. «Ich gehe raus mit einem weinenden Auge, aber auch mit einem lachenden - weil ich einfach eine superschöne Zeit hinter mir habe.»

Bis zuletzt waren die Quoten stark. Im vergangenen Jahr schauten die zwölf Live-Ausgaben im Ersten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen, die Sendung erreichte einen durchschnittlichen Marktanteil von rund 17 Prozent.

Im kommenden Jahr geht Mross auf eine eigens geplante Tour mit dem Namen «Immer wieder Stefan». Rund 60 Termine sind bereits geplant. Den Zeitraum zwischen Anfang Mai und September, in dem «Immer wieder sonntags» immer lief, habe er sich für alle Fälle freigehalten. Für das Publikum bedeutet die Absetzung zumindest vorerst den Verlust eines festen Sommerrituals. Jahr für Jahr pilgerten Schlagerfans aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in den Europa-Park, um die Show live zu erleben.

Was die finale Ausgabe angeht, darf Mross nach eigener Aussage bei den Proben nicht dabei sein. Er wisse nicht, was ihn an dem Tag erwartet. «Ich weiß nur, dass Andy Borg und Stefanie Hertel in der Sendung sind», sagte er lachend. Weitere Gäste wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Die letzten 30 Sekunden der Show sollen dem 51-Jährigen zufolge jedoch ganz besonders werden.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Stefan Mross führt das Showkonzept bei einem anderen Sender fort.

    Possible · Within months

Open Questions

  • Welcher Sender übernimmt das Format?
  • Wer sind die weiteren Gäste der finalen Ausgabe?

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This article was originally published by Die Zeit.

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