
Der ehemalige Fraktionschef der Union soll Berichterstatter für den Etat des Außenministeriums werden. Zudem: Reaktionen auf den Drohnenvorfall in Leipzig und eine neue Steuerreform.
AI-generated summary
Nach einem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat die Bundesregierung Russland als Drahtzieher identifiziert. Dies führt zu diplomatischen Spannungen und Sanktionen.
Der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn soll künftig für die Union im Haushaltsausschuss des Bundestages sitzen. Zunächst berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Der Süddeutschen Zeitung wurde die Personalie bestätigt.
Spahn soll im Haushaltsausschuss offenbar Berichterstatter für den Etat des Außenministeriums werden. Der 46-Jährige war im Juli mit Hilfe einer Leihmutter Vater geworden. Im Zusammenhang mit der anschließenden Debatte zum Thema Leihmutterschaft geriet Spahn unter Druck und war von seinem Amt zurückgetreten. Danach war gerätselt worden, ob er seine politische Karriere fortsetzen wird. In den vergangenen Wochen war aber klar geworden, dass er an seinem Bundestagsmandat festhalten will.
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hält die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen gegen Russland nach dem Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle für unzureichend. „Das Russische Haus und das Generalkonsulat hätten ohnehin längst aus Sicherheitsgründen geschlossen werden müssen“, sagte Kiesewetter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es reiche nicht aus, lediglich „symbolische und diplomatische Maßnahmen“ zu treffen.
Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, fordert angesichts der russischen Bedrohungen mehr Tempo beim Ausbau der Bundeswehr. „Wir müssen in einen anderen Modus schalten. Wir brauchen dringend die Erhöhung von Kapazitäten“, sagte er der Landeszeitung für die Lüneburger Heide.
Bei einer Attacke mit einer Flüssigkeit auf einen AfD-Informationsstand im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach sind neun Menschen verletzt worden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde aus einem angrenzenden Gebäude eine Flüssigkeit in Richtung des Standes der Partei geschüttet, teilte die Polizei mit.
Italien will Informationen prüfen, nach denen ein möglicher Beteiligter an dem mutmaßlich russischen Anschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit einem von Italien ausgestellten Touristenvisum in die EU eingereist sein soll. Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagte am Rande eines EU-Treffens in Irland, es werde nun alle notwendigen Untersuchungen geben.
Das russische Außenministerium hat den Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Moskau einbestellt, um gegen Berlins Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig zu protestieren. Dies sei wegen der antirussischen Handlungen und der Äußerungen der deutschen Führung erfolgt, teilte das Ministerium mit.
Das Bundeskabinett hat die Einkommensteuerreform der schwarz-roten Koalition auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil sieht Entlastungen vor, die ab 2028 jährlich zehn Milliarden Euro ausmachen sollen. Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Einkommen und Familien mit Kindern.
AI outlook — possibilities, not facts
Weitere diplomatische Sanktionen gegen Russland
Likely · Within weeks

Eine neue SPIEGEL-Ipsos-Umfrage zeigt, dass vier von zehn Deutschen die finanziellen Transfers in die neuen Bundesländer als zu hoch empfinden. Vor den anstehenden Landtagswahlen im Osten wächst die Kritik an der finanziellen Unterstützung durch den Westen.

In Sachsen-Anhalt führt die AfD in Umfragen mit über 40 Prozent. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt das Amt des Ministerpräsidenten an und plant als ersten Schritt seines 100-Tage-Programms die Kündigung der Rundfunkstaatsverträge.
Die sachsen-anhaltische Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz verteidigt ihren Ehemann gegen Vorwürfe bezüglich dessen rechtsextremer Vergangenheit in den 90er Jahren. Sie betont seine Abkehr von der Szene und sieht in der Debatte ein Wahlkampfmanöver.
Der frühere CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn wird nach seinem Rücktritt infolge der Leihmutter-Affäre Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags. Er soll dort voraussichtlich als Berichterstatter für den Etat des Außenministeriums fungieren.

Wladimir Putin hat eine neue Mobilmachung in Russland ausgeschlossen. Während Experten aufgrund hoher Verluste weitere Einberufungen für möglich halten, betont der Kremlchef die Stabilität der russischen Wirtschaft trotz steigenden Haushaltsdefizits.

Bei der Debattenaktion „Deutschland spricht“ diskutierten über 20.000 Menschen über kontroverse Themen. Die Auswertung zeigt: Die stärksten Meinungsunterschiede bestehen zwischen jungen Frauen und älteren Männern, während die Einheit zwischen Ost und West bei Jüngeren weit fortgeschritten ist.