Kim Yo Jong verspottet das südkoreanische Militär und wirft Präsident Lee Doppelzüngigkeit vor. US-Präsident Trump strebt derweil ein Treffen mit Kim an.
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Die US-Streitkräfte und Südkorea halten regelmäßige Militärmanöver ab, die von Nordkorea scharf verurteilt werden.
Nordkoreas Führung hat Südkorea trotz der Verkürzung des gemeinsamen Militärmanövers mit den USA scharf angegriffen. Kim Yo Jong, die Schwester von Machthaber Kim Jong-un, erklärte in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Stellungnahme, Südkorea befinde sich in einer „erbärmlichen Lage“, weil es seine „Kriegsspiele“ nicht mehr wie geplant weiterführen könne.
Zudem verspottete sie das südkoreanische Militär als „Marionettenarmee, deren Befehlsgewalt in den Händen der USA liegt“. Kim griff auch den südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung persönlich an. So beschuldigte sie Lee in der Stellungnahme vom am Donnerstagabend, sich „doppelzüngig“ zu verhalten.
Die harsche Rhetorik der nordkoreanischen Führung gegenüber Südkorea ist zwar nicht ungewöhnlich. Doch angesichts der jüngsten Signale der Entspannung aus Südkorea und den USA lässt die Äußerung vermuten, dass die Regierung in Pjöngjang derzeit kein Interesse an einem Dialog mit Seoul hat.
Erst am Donnerstag hatte Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Militärs rund ein Dutzend ballistischer Kurzstreckenraketen abgefeuert, die eine Reichweite von etwa 300 Kilometern hatten.
Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump angeordnet, das seit Montag laufende gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea um die Hälfte zu reduzieren. Statt wie geplant bis zum 27. August soll die jedes Jahr im Sommer abgehaltene Militärübung „Ulchi Freedom Shield“ am heutigen Freitag beendet werden.
Trump verwies bei der Entscheidung auf seine angeblich „sehr gute Beziehung“ zu Nordkoreas Machthaber. Zudem bejahte er am Mittwoch die Frage, ob er damit rechne, Kim noch in diesem Jahr zu treffen. Südkoreas Präsident Lee hatte sich Mitte August ebenfalls für direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef ausgesprochen. Nordkorea ist international isoliert, unter anderem wegen seines Raketenprogramms und der Entwicklung von Atomwaffen.
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Beendigung der Militärübung 'Ulchi Freedom Shield' am heutigen Freitag
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