Die drei mutmaßlichen Täter müssen sich wegen des Angriffs im Europa-Wahlkampf 2024 vor dem Amtsgericht Dresden verantworten.
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Der SPD-Politiker Matthias Ecke wurde am 3. Mai 2024 während des Europawahlkampfs in Dresden beim Plakatieren brutal angegriffen und schwer verletzt. Die mutmaßlichen Täter waren zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt.
Nach dem brutalen Angriff auf den SPD-Politiker Matthias Ecke im Europa-Wahlkampf 2024 sollen sich die drei mutmaßlichen Täter vor Gericht verantworten. Es seien Hauptverhandlungstermine im ersten und zweiten Quartal 2027 festgelegt worden, teilte das Amtsgericht Dresden mit.
Weil die Beschuldigten zur Tatzeit 17 Jahre alt und damit Jugendliche waren, findet der Prozess nicht-öffentlich statt. Das Gericht gab daher auch die konkreten Verhandlungstermine nicht bekannt.
Angriff beim Plakatieren
Ecke war am Abend des 3. Mai 2024 mitten in Dresden beim Aufhängen von Wahlplakaten für die Europawahl attackiert worden. Die mutmaßlichen Täter fügten ihm unter anderem einen Jochbeinbruch und einen Bruch der Augenhöhle zu. Kurz darauf gingen sie auch auf einen Grünen-Politiker los, der in der Nähe plakatierte.
Im Januar 2025 hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die jungen Männer erhoben. Zwei von ihnen wirft sie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen vor, dem dritten Beihilfe. Das Landeskriminalamt Sachsen rechnete damals zumindest einen Tatverdächtigen dem rechten Spektrum zu.
Drei Jahre zwischen Tat und Prozess
Dass vom Angriff bis zum Prozess rund drei Jahre vergangen sein werden, hängt mit verschiedenen Verzögerungen und Verfahrensabläufen an den Gerichten zusammen. Erst wechselte die Zuständigkeit für den Fall von einer Jugendrichterin am Amtsgericht zu einem Kollegen. Dann musste das Landgericht Dresden als nächsthöhere Instanz noch über eine Beschwerde entscheiden.
Im Jugendstrafrecht steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund - Strafen sollten theoretisch nicht in zu großem zeitlichem Abstand zur Tat stehen.
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