Razzia bei Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach
Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen Verdachts der Bestechlichkeit
Quick Look
- Ermittler haben Wohn- und Büroräume des Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach durchsucht.
- Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den Verdacht der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit der Neuordnung des Krankenhausstandorts Lehrte während Krachs Zeit als Regionspräsident.
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Why It Matters
Steffen Krach war von Ende 2021 bis Anfang 2026 Regionspräsident von Hannover und leitete den Aufsichtsrat der kommunalen Krankenhauskette.
Ermittler haben am Mittwoch Räume des Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach durchsucht. Wie der „Tagesspiegel“ und die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichten, waren Krachs Wohnung in Berlin-Schöneberg, die SPD-Landeszentrale in Wedding sowie Räume in Hannover betroffen. Hintergrund ist ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Hannover wegen des Verdachts der Bestechlichkeit.
„Als SPD Berlin und im Namen unseres Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Steffen Krach weisen wir die Unterstellungen in aller Entschiedenheit zurück“, sagte ein Sprecher der Berliner SPD gegenüber dem „Tagesspiegel“. „Selbstverständlich kooperieren wir mit den Behörden vollumfänglich, um diese haltlosen Unterstellungen auszuräumen.“
Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft nach Informationen des „Tagesspiegels“ eine mögliche Spende im Zusammenhang mit der Neuordnung des Krankenhausstandorts Lehrte. Im Mittelpunkt steht laut des Berichts des „Tagesspiegel“ Krachs Zeit als Regionspräsident von Hannover. Dabei stand er von Ende 2021 bis Anfang 2026 zugleich dem Aufsichtsrat der kommunalen Krankenhauskette vor.
Die Regionalverwaltung hatte vor drei Jahren entschieden, das alte Krankenhaus in Lehrte bis 2030 zu schließen und stattdessen ein modernes Gesundheitszentrum aufzubauen. Zuvor hatte Krach öffentlich erklärt, welches Konzept er bevorzugte. Dabei handelte es sich laut „Tagesspiegel“ um das Modell eines Anbieters, der später nicht den Zuschlag erhielt.
Die Ermittler schließen dem Bericht zufolge nicht aus, dass Krach von diesem Anbieter eine bislang nicht näher bestimmte „Spende“ erhielt. Offen sei, ob diese an Krach persönlich oder an die SPD in der Region gerichtet gewesen sein könnte. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Open Questions
- Wurde eine Spende tatsächlich geleistet?
- An wen floss die mögliche Spende?


