Rumänischer Ministerpräsident Muresan verliert Vertrauensabstimmung
Quick Look
- Der rumänische Ministerpräsident Siegfried Muresan ist im Parlament gescheitert.
- Die Abstimmung vertieft die politische Krise des Landes und gefährdet Haushaltskonsolidierungspläne sowie die Stabilität der Landeswährung.
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Why It Matters
Rumänien leidet seit Monaten unter einer politischen Krise, nachdem die pro-europäische Koalition vor fünf Monaten zerbrach. Das Land weist das höchste Haushaltsdefizit innerhalb der EU auf.
Der rumänische Ministerpräsident Siegfried Muresan hat die Vertrauensabstimmung im Parlament verloren. Damit scheiterte die dritte Nominierung eines Ministerpräsidenten durch den rumänischen Präsidenten Nicusor Dan an einer fehlenden parlamentarischen Mehrheit. Muresan erhielt 182 Stimmen, hätte aber 233 benötigt. Mit der Abstimmung sollte die seit Monaten andauernde politische Krise Rumäniens beendet werden.
Analysten hatten zuvor die Sorge geäußert, dass Rumäniens Bemühungen zum Abbau seines Haushaltsdefizits, welches im Verhältnis das größte in der EU ist, durch ein solches Ergebnis ins Stocken geraten könnten. Die Krise hatte die Landeswährung Rumäniens jüngst geschwächt und die Renditen rumänischer Anleihen in die Höhe getrieben.
Die Abstimmung lässt die Möglichkeit offen, dass die rechtsextreme AUR (Allianz zur Vereinigung der Rumänen) mit der PSD (Sozialdemokratische Partei) künftig eine Regierungsmehrheit bildet. Die AUR steht der Europäischen Union, der Nato und der Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland kritisch gegenüber. Die Sozialdemokraten hatten Anfang dieser Woche erklärt, dass sie eine Regierungsbildung mit der AUR nicht mehr ausschließen würden.
Vor fast fünf Monaten war die pro-europäische Koalitionsregierung durch die PSD zusammengebrochen.
Open Questions
- Wie wird die Regierungsbildung nun fortgesetzt?
- Kommt es zu einer Koalition zwischen AUR und PSD?

