David Bittner vom Schweizerischen Fischerei-Verband beschreibt das aktuelle Fischsterben in der Schweiz als beispiellos und katastrophal, wobei frühere Hitzewellen wie 2003, 2018 und 2022 bereits zu massivem Fischsterben geführt haben, insbesondere bei der stark gefährdeten Äsche, deren Population stark dezimiert ist und Jahre zur Erholung benötigt.
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In den letzten Jahren hat die Schweiz wiederholt Hitzewellen erlebt, die zu massivem Fischsterben geführt haben, insbesondere in Flüssen wie dem Rhein. Die Äsche, ein beliebter Anglerfisch, ist besonders empfindlich gegenüber hohen Wassertemperaturen und benötigt Jahre zur Erholung nach Bestandseinbrüchen.
»Beispiellos.« – »Katastrophal.« – »Gigantisch.« David Bittner, der Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbandes (SFV), spricht in diesem Sommer in Superlativen. Was er in den vergangenen Wochen erlebt habe, übersteige alles, was er in früheren Jahren erlebt habe, bei Weitem. Und das ist einiges: Im Sommer 2003 starben die Fische tonnenweise im Rhein, verendet im zu warmen Wasser. 2018 raffte die Hitze Abertausende von weiteren Fischen dahin. Auch das war ein Hitzejahr. Und bereits 2022 folgte das nächste große Fischsterben in der Schweiz. Die Auswirkungen sind bis heute in den Flüssen, Bächen und Seen sichtbar. »Wird eine Art stark dezimiert, braucht sie Jahre, um sich zu erholen«, sagt Bittner. Besonders dramatisch sei die Situation für die Äsche, neben der Forelle einer der beliebtesten Anglerfische in der Schweiz. Ein wunderschönes Tier mit einer rötlich schimmernden, auffallend großen Rückenflosse. Doch die »Flagship-Art« der Schweizer Gewässer habe sich von den vielen Hitzekrisen bisher nicht erholt. Ihr Bestand sei auf ein »mickriges Nüteli« geschrumpft, sagt Bittner, der selbst gerne in einem Bach im Kanton Aargau fischt.
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