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Selenskyj offen für Treffen mit Putin beim G20-Gipfel in den USA
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Die Welt19 minutes agoPolitics3 min readGermany

Selenskyj offen für Treffen mit Putin beim G20-Gipfel in den USA

Der ukrainische Präsident betont die Notwendigkeit von Ergebnissen, während der Kreml noch über eine Teilnahme Wladimir Putins am Gipfel in Miami entscheidet.

Quick Look

  • Präsident Wolodymyr Selenskyj signalisiert Bereitschaft zu einem Treffen mit Wladimir Putin beim G20-Gipfel in Miami.
  • Während Selenskyj auf konkrete Ergebnisse drängt, lässt der Kreml eine Teilnahme Putins offen.
  • Unterdessen halten die russischen Angriffe in der Ukraine an.

AI-generated summary

Why It Matters

Seit Februar 2022 findet ein russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine statt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20 inne.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin beim diesjährigen G-20-Gipfel in den USA bereiterklärt. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW). Der Kreml erklärte wenig später, über eine Teilnahme Putins an dem Gipfel sei noch nicht entschieden worden. Derweil wurden nach nächtlichen russischen Angriffen in der Ukraine mehrere Tote gemeldet.

„Es geht nicht um Worte“, betonte Selenskyj in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde. „Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle“, sagte er mit Blick auf Putin. „Was zählt, ist das Ergebnis.“

Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow wurde in Moskau noch keine Entscheidung über eine mögliche Teilnahme Putins an dem Gipfel getroffen. „Wir wissen noch nicht, ob wir nach Miami reisen werden“, zitierte ihn die russische Nachrichtenagentur Tass. Der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, erklärte, die Möglichkeit einer Teilnahme Putins sei in Moskau noch gar nicht erörtert worden.

Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Der Gipfel der G-20-Staats- und -Regierungschefs findet im Dezember in Miami im Bundesstaat Florida statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, dass eine Teilnahme Russlands „wahrscheinlich sehr hilfreich“ wäre. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen.

Zum G20-Finanzministertreffen Anfang September in North Carolina hatten die USA bereits ohne Absprache den russischen Finanzminister Anton Siluanow eingeladen, was die Partner irritiert hatte. Auch am bevorstehenden Treffen der G-20-Energieminister in der kommenden Woche in Texas soll russischen Angaben zufolge eine russische Delegation teilnehmen.

Washington hatte kürzlich die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs nach einer langen Pause wieder aufgenommen: Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner reisten am vergangenen Wochenende zu politischen Gesprächen nach Moskau und Kiew. In der Folge führten auch Trump und Putin ein nach Worten des Kreml „äußerst offenes“ Telefonat.

Den Besuch der US-Gesandten sowohl in Kiew als auch in Moskau nannte Selenskyj in dem DW-Interview „ein gutes Signal“. Der ukrainische Präsident plant eigenen Angaben zufolge Ende September ein Treffen mit Trump in New York.

Sein Land befinde sich in einer sehr guten Verhandlungsposition, sagte Selenskyj in dem Interview. Die Ukraine sei an der Front viel stärker als noch im vergangenen Jahr, Moskau dagegen zahle einen „hohen Preis“ für kleine Erfolge an der Front. Mehrere Verhandlungsrunden zum Ende des Krieges waren in der Vergangenheit gescheitert. Besonders Moskau beharrte bislang auf seinen Maximalforderungen.

Unterdessen haben sowohl Moskau als auch Kiew in den vergangenen Monaten ihre gegenseitigen Raketenangriffe verstärkt. In der Nacht zu Samstag wurden ukrainischen Angaben zufolge bei russischen Angriffen vier Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Neben einer Niederlassung des Stahlkonzerns ArcelorMittal in Krywyj Rih im Zentrum des Landes wurde auch ein Wohnhaus in Saporischschja im Südosten der Ukraine getroffen.

Das Land benötigt eigenen Angaben zufolge dringend eine bessere Luftverteidigung – insbesondere US-Patriot-Systeme, die ballistische Raketen abfangen können. Angesichts des bevorstehenden Winters fürchtet Kiew massive Schäden durch russische Angriffe auf seine Energieinfrastruktur wie bereits im vergangenen Jahr.

Auf die Frage, ob die USA genügend Raketen bereitstellen würden, sagte Selenskyj der Deutschen Welle: „Sie haben den politischen Willen zu verkaufen und zu helfen, aber die Produktion ist nicht allzu groß.“

Derweil warnte der russische Präsident die Europäer vor einer Entsendung von Soldaten in die Ukraine. „Das bedeutet einen Krieg gegen Russland“, sagte der Kremlchef nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Indien-Besuch.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Treffen zwischen Selenskyj und Trump in New York Ende September.

    Likely · Within weeks

Open Questions

  • Wird Wladimir Putin tatsächlich am G20-Gipfel in Miami teilnehmen?
  • Welche konkreten Ergebnisse werden bei einem möglichen Treffen angestrebt?

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This article was originally published by Die Welt.

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