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BackSPD-Spitzenkandidat Steffen Krach äußert sich zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach äußert sich zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
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Die Welt25 minutes agoPolitics3 min readGermanyView translation

SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach äußert sich zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Trotz laufender Ermittlungen wegen des Verdachts auf unzulässige Spendenforderungen und Geheimnisverrat setzt Steffen Krach seinen Wahlkampf fort.

Quick Look

  • Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Hannover zurück.
  • Trotz Hausdurchsuchungen und laufender Ermittlungen wegen angeblicher Spendenforderungen und Geheimnisverrats setzt er den Wahlkampf fort.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Steffen Krach wegen des Verdachts auf unzulässige Spendenforderungen und die Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen während seiner Zeit als Regionspräsident von Hannover.

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SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach geht es trotz der Ermittlungen gegen ihn nach eigenen Worten gut. „Ich bin in die Politik gegangen und ich weiß, wie Politik läuft“, sagte Krach am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in der Kleingartenanlage Bornholm I in Pankow. „Mir geht es insbesondere um den Schutz meiner Frau und meiner Kinder, und dem ordne ich alles unter.“

Seine Frau und er versuchen, dass ihre größeren Kinder nicht alle Zeitungsartikel lesen, die über Krach erscheinen. „Wir bemühen uns um größtmögliche Normalität, was nicht ganz einfach ist.“ Es gehe jetzt außerdem darum, dass sein Anwalt und er Einsicht in die Akten bekämen. Krach betonte erneut, dass die Anschuldigungen nicht zuträfen.

Krach wird nach eigenen Angaben von der Staatsanwaltschaft Hannover vorgeworfen, im Zuge eines Vergabeverfahrens zweimal eine Parteispende gefordert zu haben. Zudem soll er in seiner Zeit als Präsident der Region Hannover in einem Verfahren zum Verkauf einer Immobilie unzulässig Geschäftsgeheimnisse weitergegeben haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Zwei neue Umfragen zeigen, dass Krachs SPD bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September schlechte Karten hat. In den Erhebungen im Auftrag von ARD und ZDF liegen die Sozialdemokraten, ähnlich wie schon bei früheren Befragungen, mit 10 bis 12 Prozent abgeschlagen auf Platz fünf. Mit 21 bis 23 Prozent führt die Linke vor CDU (20-21 Prozent), AfD (17-18 Prozent) und Grünen (16 Prozent).

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt seit dem 3. September gegen Krach. Am vergangenen Mittwoch war das bekannt geworden – elf Tage vor der Wahl. Ermittler durchsuchten mitten in der heißen Wahlkampfphase Krachs Berliner Wohnung, Büroräume in Hannover und die Zentrale der Berliner Landes-SPD. Sie beschlagnahmten laut Staatsanwaltschaft Datenträger und sein Handy, die nun ausgewertet werden.

Erst am Donnerstagabend machte die Staatsanwaltschaft öffentlich, welche rechtlichen Vorwürfe sie gegen Krach erhebt. Krach erklärte dazu: „Die Staatsanwaltschaft Hannover hat meinem Anwalt mitgeteilt, dass dort nur ein mich betreffendes Ermittlungsverfahren geführt wird.“ Darin gehe es zum einen um eine Spende eines Unternehmers an den SPD-Landesverband Berlin, „die bei zwei Gelegenheiten im Zusammenhang mit einem behördlichen Verfahren von mir gefordert worden sein soll“. „Zum anderen geht es um eine behauptete unzulässige Weitergabe eines Bieterangebotes als Geschäftsgeheimnis im Zusammenhang mit einem Bieterverfahren für eine Immobilie.“

Der Politiker war 2021 zum Regionspräsidenten von Hannover gewählt worden. Im Sommer 2025 folgte er dem Ruf der Berliner SPD, um die Spitzenkandidatur für die Wahl zum Abgeordnetenhaus zu übernehmen, und ließ sich dann im März 2026 von seiner Tätigkeit in Hannover beurlauben. Nach Bekanntwerden der Ermittlungen hatte Krach bereits mehrmals die Vorwürfe zurückgewiesen.

Er äußerte die Einschätzung, dass es konkret um ein Vergabeverfahren zur Nachnutzung eines Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover gehe. Er war als Regionspräsident Chef des Aufsichtsrates der Klinik. In einem Bieterverfahren konkurrierten zwei Unternehmen um den Zuschlag. Einer der Bieter überwies laut Krach noch während des laufenden Verfahrens eine Spende in Höhe von 9900 Euro an die Berliner SPD, deren kommissarischer Vorsitzender er zu dem Zeitpunkt bereits war. Er habe die Spende Anfang Januar 2026 sofort zurücküberweisen lassen, betonte Krach.

Brisant an dem Vorgang ist, dass der Politiker im Vergabeverfahren dafür eintrat, dem fraglichen Bieter den Zuschlag zu erteilen. Aus seiner Sicht war dessen Angebot besser als das des anderen Unternehmens. Am 19. Februar 2026 habe der Aufsichtsrat aber anders entschieden und dem zweiten Bieter den Zuschlag erteilt. Er habe sich bei der Abstimmung enthalten, so Krach. Der Unternehmer selbst äußert sich auf dpa-Anfrage bisher nicht zu der Spende. Im Raum steht nun der Verdacht, dass Krach beziehungsweise die Berliner SPD den beteiligten Unternehmer zweimal aufgefordert haben sollen, zu spenden. Die Partei wies das ebenso wie Krach selbst zurück.

Nach eigenen Angaben wirbt die SPD nur bei Berliner Mitgliedern um Spenden, etwa mit Briefen, Mails oder via Social Media. Externe Unternehmen würden nicht derartig kontaktiert.

Krach selbst hatte am Donnerstag versichert, dass es während des Vergabeverfahrens keinen persönlichen Kontakt mit Bietern gegeben habe. Ebenfalls wies er Behauptungen zurück, er habe Informationen aus dem Bieterverfahren an Beteiligte weitergegeben. Dass mitten im Wahlkampf gegen ihn ermittelt werde, bezeichnete der SPD-Politiker als Belastung. „Natürlich ist das eine Belastung, das will ich überhaupt nicht kleinreden“, sagte er am Freitagabend am Rande eines Wahlkampfauftritts.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Auswertung der beschlagnahmten Datenträger durch die Staatsanwaltschaft

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie wirken sich die Ermittlungen auf das Wahlergebnis der SPD aus?
  • Wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben?

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This article was originally published by Die Welt.

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