SPD unterstützt Forderung nach Expertenregierung in Sachsen-Anhalt zur Verhinderung eines AfD-Ministerpräsidenten
Quick Look
- Alexander Schweitzer von der SPD unterstützt die Idee einer überparteilichen Expertenregierung in Sachsen-Anhalt, um eine AfD-geführte Regierung zu verhindern.
- Auch das BSW und SPD-Spitzenkandidat Willingmann zeigen sich offen dafür, während Wagenknecht die Enthaltung des BSW im dritten Wahlgang ankündigt, falls andere Parteien die Idee ausschließen.
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Why It Matters
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt erzielte die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund einen deutlichen Sieg, was die Möglichkeit einer AfD-geführten Regierung erhöhte. Daraufhin diskutierten Parteien über alternative Regierungsbildungen, darunter eine überparteiliche Expertenregierung.
Alexander Schweitzer, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, unterstützt die Forderung nach einer Expertenregierung in Sachsen-Anhalt. »Eine von allen anderen Fraktionen getragene Expertenregierung könnte das Szenario eines AfD-Ministerpräsidenten noch abwenden«, sagte er der Rheinpfalz. Das Wahlergebnis dürfe nicht zu einer Schockstarre führen.
»Wir als SPD dürfen nicht tatenlos zusehen, wie ein Rechtsextremer das Amt des Ministerpräsidenten in einem deutschen Bundesland übernimmt«, sagte Schweitzer, der auch Vorsitzender der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag ist. Man dürfe die Möglichkeit einer Expertenregierung nicht ausschließen und müsse sie gegebenenfalls mit vorantreiben.
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt und dem deutlichen Sieg von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte bereits das BSW die Idee eines überparteilichen Ministerpräsidenten ins Spiel gebracht. SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann zeigte sich zuletzt ebenfalls offen dafür. Den Vorschlag halte er »nicht für das allererste Mittel der Wahl«, sagte Willingmann. »Aber wenn es zur Auflösung einer Blockade führen könnte, sollte man das auch nicht a priori ablehnen.«
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat die Idee einer parteiunabhängigen Expertenregierung vor der Wahl verteidigt. Sollten die anderen Parteien dies ausschließen, werde sich das BSW bei der Wahl des Ministerpräsidenten im dritten Wahlgang enthalten, hatte sie mitgeteilt. Im dritten Durchgang bei der Wahl eines Regierungschefs im Landtag reicht in Sachsen-Anhalt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen aus.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Das BSW wird sich bei der Ministerpräsidentenwahl im dritten Wahlgang enthalten, falls andere Parteien die Idee einer Expertenregierung ausschließen.
Very likely · Within weeks
SPD und BSW werden den Druck für eine Expertenregierung aufrechterhalten, um eine AfD-geführte Regierung zu verhindern.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Welche konkreten Personen würden in einer Expertenregierung tätig sein?
- Wie wahrscheinlich ist es, dass andere Parteien wie CDU oder FDP einer Expertenregierung zustimmen?
- Welche politischen Konsequenzen hätte eine Enthaltung des BSW im dritten Wahlgang?

