Angriffe der USA auf den Iran treiben Kraftstoffpreise auf historischen Höchststand
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Von Mai bis Juni gab es bereits einen staatlichen Tankrabatt. Die Inflation stieg im August auf 2,9 Prozent.
Nach den erneuten Angriffen der USA auf den Iran ist der Preis für Superbenzin E10 in Deutschland auf einen Höchststand gestiegen. Ein Liter kostete am Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt 2,215 Euro. Damit wurde der bisherige Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022 übertroffen, teilte der ADAC mit.
Allerdings ist das nur der höchste Preis ohne Berücksichtigung der Inflation. In früheren Jahren war Benzin gemessen an der heutigen Kaufkraft teilweise noch teurer, zum Beispiel 2012.
Grund für den starken Anstieg sind vor allem die wieder gestiegenen Ölpreise. Nach neuen Angriffen der USA auf den Iran reagierte die Regierung in Teheran mit Gegenangriffen. Die neue Eskalation ließ die Preise für Rohöl steigen. Auch das niedrige Wasser im Rhein hatte zuletzt den Transport von Benzin und anderen Waren verteuert. E10 ist die günstigste gängige Benzinsorte in Deutschland. In der Regel ist sie fünf bis sechs Cent billiger als Super E5, das weniger Biosprit enthalten darf.
Bundesregierung lehnt weiteren Tankrabatt ab
Hohe Spritpreise führen oft zu Forderungen nach Entlastung für Autofahrer. Von Anfang Mai bis Ende Juni gab es deshalb bereits einen Tankrabatt von 16,7 Cent pro Liter. Der Bund zahlte dafür nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro. Eine neue Entlastung lehnt die Bundesregierung ab. Die deutschen Staatsfinanzen sind wegen des schuldenfinanzierten Investitionspakets in den roten Zahlen.
Nominelle Preisrekorde geben ohnehin nicht wieder, wie viel Prozent ihres Einkommens die Bürger für Energie, Lebensmittel et cetera tatsächlich ausgeben müssen. Denn es steigen sowohl die Preise als auch die Gehälter. Die Statistischen Ämter melden die Teuerungsrate daher stets bereinigt. Die Inflation war im August wegen des Irankriegs insgesamt wieder auf 2,9 Prozent gestiegen.
Im August stiegen die Neuzulassungen reiner Elektroautos in Deutschland um 75,1 Prozent auf fast 69.000 Fahrzeuge. Experten führen den Boom auf staatliche Prämien zurück und warnen vor einem Einbruch nach Förderende. Chinesische Hersteller verzeichnen Rekordmarktanteile.

Führende deutsche Wirtschaftsinstitute haben ihre BIP-Prognosen für 2026 deutlich nach oben korrigiert. Trotz Exportzuwächsen und staatlicher Investitionen belasten weiterhin hohe Energiepreise, Bürokratie und ein anhaltender Stellenabbau die Konjunktur.

Der deutsche Pkw-Markt wuchs im August um 2,6 Prozent auf 212.563 Neuzulassungen. Während gewerbliche Käufe sanken, stiegen private Zulassungen um 17 Prozent. Elektroautos verzeichneten einen Zuwachs von 75 Prozent, während Benziner und Diesel deutlich an Boden verloren.

Im August stiegen die Neuzulassungen reiner Elektroautos in Deutschland um 75,1 Prozent auf fast 69.000 Fahrzeuge. Experten führen den Zuwachs auf staatliche Förderungen zurück und warnen vor einem Nachfrageeinbruch nach deren Auslaufen.

Der US-Hedgefonds Elliott Investment Management ist bei der Deutschen Telekom eingestiegen. Gründer Paul Singer fordert statt einer Fusion mit der Tochter T-Mobile US Maßnahmen zur Wertsteigerung, insbesondere Aktienrückkäufe, um die Aktie aufzuwerten.

Der deutsche Arbeitsmarkt verschlechtert sich: Laut IAB gehen monatlich 15.000 Industriestellen verloren. Besonders betroffen sind nun auch hochqualifizierte Akademiker und Führungskräfte, deren Arbeitslosenzahlen innerhalb eines Jahres um 14 Prozent stiegen.