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Union und SPD hatten vor zwei Monaten beschlossen, den Bezug von Grundsicherung durch per Haftbefehl gesuchte Personen zu beenden und einen Aktionsplan dafür zu vereinbaren.
Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) hat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) vorgeworfen, den vereinbarten Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch noch immer nicht vorgelegt zu haben. Nach wie vor würden deshalb per Haftbefehl gesuchte Menschen in Deutschland Grundsicherung kassieren, sagte Krings der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ von Montag. „Der Rest der Welt dürfte nur noch den Kopf über uns schütteln.“
Krings sagte, er sei „entsetzt“, weil das Arbeitsministerium von Bas offenbar keine Eile habe, diesen Zustand abzuschaffen. Bundesweit liegen dem Bericht zufolge Haftbefehle für mehr als 100.000 Menschen vor. Wie viele von ihnen die Grundsicherung, das bisherige Bürgergeld, beziehen, ist unbekannt.
Union und SPD hatten vor zwei Monaten beschlossen, das zu beenden. „Im Juli sollte Frau Bas dazu einen Plan vorlegen. Nichts davon ist passiert“, kritisierte Krings. Das Arbeitsministerium dürfe sich nicht hinter Datenschutz verstecken: „Wer per Haftbefehl gesucht wird und sich vor dem Staat versteckt, darf keinen Cent mehr vom Staat erhalten“.
Die für die Auszahlung der Grundsicherung zuständigen Jobcenter verfügen oft nicht über die Information, dass für einen Antragsteller ein Haftbefehl vorliegt. Deshalb sollen die Behörden solche Daten untereinander austauschen können. Zu klären, wie der Datenschutz dennoch gewahrt bleiben kann, ist Aufgabe der Bundesregierung.
Ministerium will Umsetzung bis Ende 2026 „anstreben“
Das Arbeitsministerium teilte der „Rheinischen Post“ mit, es werde gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium an dem Aktionsplan gearbeitet, es könne aber noch kein Kabinettstermin genannt werden. Die Umsetzung der neuen Gesetzgebung „wird weiterhin bis Ende 2026 angestrebt“, sagte ein Sprecher des Arbeitsministeriums.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch wird vor Ende 2026 vorgestellt.
Likely · Within months
Der Datenschutz wird beim Austausch von Haftbefehlsdaten zwischen Behörden ein zentrales Hindernis bleiben.
Likely · Within months
Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalisten der New York Times, des Wall Street Journal und Bloomberg die Akkreditierung für das G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker in Asheville, North Carolina, verweigert. Die Medienhäuser kritisieren die Entscheidung als Angriff auf die Medienfreiheit und öffentliche Rechenschaftspflicht. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nimmt am Treffen teil.
Bundeskanzler Friedrich Merz besucht erstmals im laufenden Wahlkampf Sachsen-Anhalt für einen Termin in Quedlinburg. Zuvor macht er Station in Mecklenburg-Vorpommern. Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Sven Schulze distanziert sich derweil von der Bundespartei.

AfD-Chefin Alice Weidel traf sich in Wien mit Vertretern der FPÖ, um über Regierungsbeteiligungen zu sprechen. Während die AfD in Deutschland vor einer möglichen Regierungsverantwortung steht, ist die FPÖ in Österreich bereits langjährig in Regierungen vertreten.

Bundeskanzler Friedrich Merz warnt, dass ein Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt internationale Investoren vertreiben und dem Bundesland erheblichen Schaden zufügen würde. Zudem äußerte er sich zum versuchten Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle und zur Abstimmung mit Partnern über eine Reaktion.
Édouard Philippe, Kandidat der Mitte-Rechts-Partei Horizons, fordert ein neues Wahlbündnis oder eine neue Partei, um konservative Kräfte vor der französischen Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2027 zu vereinen. Ziel ist ein gemeinsamer Kandidat pro Wahlkreis bei der darauf folgenden Parlamentswahl, um eine Mehrheit in der Nationalversammlung zu bilden und ein Abrutschen Richtung Linkspopulismus oder nationalistischen Populismus zu verhindern. Justizminister Darmanin unterstützt Philippe als einzigen siegfähigen Kandidaten.

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