Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Männern und Frauen bei der AfD
Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt haben deutlich mehr Männer als Frauen die AfD gewählt. Was steckt hinter dieser Geschlechterkluft im Wahlverhalten?
Quick Look
- Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt wählten 49 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen die AfD.
- Kolumnist Jan Fleischhauer analysiert im Interview diesen Geschlechterunterschied und erklärt ihn vor allem durch eine gesellschaftliche Linksentwicklung der Frauen.
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Why It Matters
Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt gab es signifikante Unterschiede im Wahlverhalten von Männern und Frauen zugunsten der AfD.
DIE ZEIT: Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt haben 49 Prozent der Männer die AfD gewählt, bei den Frauen waren es 39 Prozent. So groß ist der Unterschied bei keiner anderen Partei. Was ist mit den Männern los?
Jan Fleischhauer: Eine Zeit lang war es verpönt zu sagen, dass es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern geben würde. Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus – das galt als ganz altes Denken. Ich weiß noch, welche Diskussionen man am Hals hatte, wenn man zu Bedenken gab: Vielleicht gibt es ja doch ein paar Differenzen zwischen den Geschlechtern. Diese alten und auch berechtigten Fragen kommen jetzt auf eine gewisse Art zurück. Wobei sich das Wahlverhalten der Männer interessanterweise kaum verändert hat. Die Kurve geht vor allem deshalb auseinander, weil die Frauen gesellschaftlich nach links gerückt sind.
Open Questions
- Warum sind Frauen gesellschaftlich nach links gerückt?
- Welche konkreten Faktoren beeinflussen das Wahlverhalten der Männer?

