US-Dieselpreis auf Rekordhoch nach Iran-Konflikt
US-Präsident Trump spielt Auswirkungen herunter, während Kraftstoff- und Lebensmittelkosten massiv steigen.
Quick Look
- In den USA klettert der Preis für eine Gallone Diesel auf ein Rekordhoch von knapp 6,27 Dollar.
- Die massiv gestiegenen Treibstoffkosten belasten Verbraucher und treiben die Lebensmittelpreise vor den US-Zwischenwahlen an.
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Why It Matters
Trump hatte vor rund sechs Monaten zusammen mit Israel den Iran angegriffen, woraufhin Teheran die Straße von Hormus blockierte.
US-Präsident Trump spielt die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die US-Bevölkerung herunter. Zu spüren sind sie dennoch, und wie. Der Preis für eine Gallone Diesel steigt auf ein Rekordniveau. Dieser Umstand macht nicht nur das Tanken in den USA deutlich teurer.
Auch in den USA ist der Dieselpreis weiter gestiegen: Eine Gallone (3,8 Liter) kostete nach Angaben des Automobilclubs AAA knapp 6,27 Dollar (5,43 Euro), das ist ein neuer Rekord. Vor rund einem Jahr hatten Landwirte und Spediteure noch 3,71 Dollar (3,22 Euro) pro Gallone bezahlt. Diesel wird in den USA überwiegend in Nutzfahrzeugen getankt.
In den USA sorgen die massiv gestiegenen Treibstoffpreise seit Monaten für Unmut. Sie treiben auch die Lebensmittelkosten. Bei manchen Lebensmitteln machen die Kraftstoffkosten für den Transport nach Schätzungen des Supermarktverbands IGA 15 bis 30 Prozent der Gesamtkosten aus.
Die Demokraten haben die Verbraucherpreise zum zentralen Wahlkampfthema vor den Zwischenwahlen zum Kongress am 3. November erklärt. Umfragen zufolge droht der republikanischen Partei von Präsident Donald Trump eine Schlappe.
Trump hatte vor gut sechs Monaten zusammen mit Israel den Iran angegriffen. Teheran blockierte daraufhin die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus weitgehend, die USA verhängten im Gegenzug eine Seeblockade iranischer Häfen. In der Folge stiegen die Ölpreise weltweit massiv an.
Der US-Präsident sprach am Sonntag von einer "Dieselknappheit" und bekräftigte seine Einschätzung, der Anstieg des weltweiten Dieselpreises werde "größtenteils durch den Russland-Ukraine-Krieg verursacht" und nicht durch den Iran-Krieg. Am Montag verkündete Trump, dass Russland und die Ukraine keine Energieanlagen mehr angreifen würden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "Vorschlag" Washingtons und erklärte, Kiew sei zur Deeskalation bereit, sollte Moskau seine Angriffe beenden.
In Deutschland war übers Wochenende der Preis für Superbenzin der Sorte E10 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter 2,273 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren 1,7 Cent mehr als am Freitag. Diesel legte sogar um 3,5 Cent zu. Ein Liter kostete am Sonntag im Tagesschnitt 2,404 Euro und war damit nur noch 4,3 Cent von seinem Rekord entfernt.
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