
Laut Pitchbook-Daten erreichen US-Beteiligungen an deutschen Fertigungsunternehmen 2025 Rekordwerte.
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US-Investoren suchen vermehrt nach deutschen Industrieunternehmen, begünstigt durch Nachfolgeprobleme im Mittelstand.
US-Investoren greifen offenbar so entschlossen nach der deutschen Industrie wie seit Jahren nicht. Einer exklusiven Auswertung des Finanzdatenanbieters Pitchbook für das »Handelsblatt« zufolge gab es 2025 insgesamt 76 Übernahmen und Beteiligungen an deutschen Industrie- und Fertigungsunternehmen mit US-Beteiligung – der höchste Wert seit Beginn der Auswertung im Jahr 2022.
Insgesamt summierten sich den Angaben zufolge die Transaktionen 2025 auf rund 29,5 Milliarden Dollar. Das ist fast doppelt so viel wie im Jahr 2022. Bis zum 19. August dieses Jahres kamen bereits 23,9 Milliarden Dollar hinzu. Jüngster prominenter Fall ist die Übernahme des Ventilatorenherstellers EBM-Papst durch den US-Käufer Madison Air für 5,4 Milliarden Dollar.
Ein weiterer Grund für die Verkaufswelle im Mittelstand sei die oft ungelöste Unternehmensnachfolge. »Vor 25 Jahren kam es selten vor, an Private Equity zu verkaufen«, sagte Michael Siefke, Europapartner des US-Investors Bain Capital, dem Blatt. Heute sei die Akzeptanz gestiegen. Zudem seien Unternehmen mancherorts an Familienmitglieder übergeben worden, die sie schlecht weiterführten, fügte der Investor hinzu. »Und da sagen viele: Dann gebe ich es lieber in bessere Hände und bekomme einen guten Kaufpreis.«
Zugleich seien viele heimische Unternehmen teuer bewertet, weshalb US-Käufer verstärkt nach Zielen im Ausland suchten. Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland profitiere da von seinem hervorragenden Ruf. Zudem gebe es keinen nennenswerten US-amerikanischen Fertigungssektor, der deutsche Unternehmen auf den globalen Märkten nachahmen und direkt mit ihnen konkurrieren könne, sagt der Ökonom.
Willi Westenberger vom US-Investor Carlyle fügt hinzu: »Was in Deutschland besonders hervorsticht, ist die große Bandbreite hoch spezialisierter mittelständischer Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Industrie und Technologie.« Viele von diesen seien in ihren jeweiligen Märkten führend, sagte er laut »Handelsblatt«.

Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren in Schindellegi, Schweiz, verstorben. Er baute Kühne+Nagel zu einem globalen Logistikriesen aus und war als Investor sowie Mäzen, insbesondere für seine Heimatstadt Hamburg, bekannt.

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Volkswagen kämpft mit sinkenden Gewinnen und drohenden Werksschließungen. Parallel dazu berät das Bundeskabinett auf Schloss Neuhardenberg über Wirtschaftswachstum, während Friedrich Merz seine Haltung zum Klimawandel nach Waldbränden in der Eifel neu ausrichtet.