Wall Street erholt sich am Freitag trotz schwacher US-Arbeitsmarktdaten
Quick Look
- Die US-Börsen schlossen am Freitag höher und beendeten eine verlustreiche Woche versöhnlich, nachdem schwächere als erwartete Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im Oktober dämpften.
- Der Dow-Jones-Index stieg um 0,5 Prozent, der S&P 500 um 0,7 Prozent und der Nasdaq um 1,2 Prozent.
- Tesla-Aktien gewannen 4,7 Prozent, während Nike, Western Digital und Seagate Technology Verluste verzeichneten.
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Why It Matters
Die US-Notenbank Fed hatte in den vorherigen Wochen signalisiert, dass eine weitere Zinserhöhung möglich sei, um die Inflation zu bekämpfen. Die Arbeitsmarktdaten gelten als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung und beeinflussen direkt die geldpolitischen Entscheidungen der Fed.
Die Woche lief an der Wall Street nicht besonders gut. Zum Wochenabschluss geht es wieder etwas nach oben. Das liegt auch daran, dass die Arbeitsmarktdaten in den USA schlechter ausfallen als erwartet.
Die US-Börsen haben am Freitag zugelegt und damit eine überwiegend verlustreiche Woche versöhnlich beendet. Auslöser der Zuwächse zum Wochenschluss waren schwächer als erwartete Arbeitsmarktdaten. Diese dämpften die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed noch in diesem Monat die Zinsen anheben könnte. Die US-Wirtschaft schuf im vergangenen Monat nur 29.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft, während von Reuters befragte Ökonomen mit 90.000 gerechnet hatten.
Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent höher bei 51.177 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 7723 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog um 1,2 Prozent auf 27.191 Punkte an. Auf Wochensicht verlor der Dow 1,3 Prozent und der S&P 500 0,3 Prozent. Der Nasdaq legte hingegen um 0,5 Prozent zu.
"Die heutigen Nachrichten sind insofern in Ordnung, als sie bedeuten, dass die Wirtschaft nicht boomt", sagte Robert Bernstone, Handelschef bei SummitTX Capital. "Aber es gibt eine Sorge um die Wirtschaft, es gibt eine Sorge um die Inflation, also ist vorsichtiger Optimismus die Art und Weise, wie die Leute die Lage sehen."
Die Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung der Fed im Oktober schwächten sich nach Bekanntgabe der Daten ab. Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen im Oktober um 25 Basispunkte anheben wird, nun auf etwa 21 Prozent, verglichen mit rund 26 Prozent vor Veröffentlichung des Berichts. Vor einer Woche waren es noch 64 Prozent.
Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Tesla, die um 4,7 Prozent zulegten. Auch die Papiere des Chip-Herstellers Nvidia gewannen 1,3 Prozent.
Zu den Verlierern gehörten indes Nike mit einem Minus von 3,6 Prozent. Der Sportartikelhersteller hatte einen überraschend starken Umsatzrückgang für das Gesamtjahr prognostiziert.
Die Aktien der Speicheranbieter Western Digital und Seagate Technology brachen um rund zehn Prozent ein. Zuvor hatte die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet, dass der Technologiekonzern Toshiba seine Produktionskapazitäten für Festplatten für KI-Rechenzentren verdoppeln wolle.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Fed wird die Zinsen im Oktober nicht um 25 Basispunkte anheben.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie wird die Fed auf die weiterhin schwachen Arbeitsmarktdaten in den kommenden Monaten reagieren?
- Wird die Toshiba-Ankündigung zur Verdopplung der Festplattenkapazität langfristig Auswirkungen auf den Speichermarkt haben?
- Wie nachhaltig ist die Erholung an der Wall Street angesichts der zugrundeliegenden wirtschaftlichen Schwäche?




