Maximilian Steinbeis, Gründer des Verfassungsblogs, erklärt in einem Interview mit der ZEIT, wie die AfD bei einer Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt konkret vorgehen könnte, nachdem ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in Umfragen weit vorn liegt.
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Die AfD liegt in Sachsen-Anhalt mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Umfragen weit vorn. Die Wahl findet am 6. September statt. Der Verfassungsblog hat zuvor das »Thüringen-Projekt« durchgeführt, um zu analysieren, wie die AfD in Regierungen konkret operieren könnte.
Was würde die AfD mit der Macht machen? Maximilian Steinbeis, 55, ist Jurist, Journalist und Schriftsteller. Er hat den »Verfassungsblog« gegründet, in dem Rechtswissenschaftler unter anderem durchdenken, wie die AfD in Regierungen konkret operieren könnte, zuerst im »Thüringen-Projekt« und jetzt mit Blick auf Sachsen-Anhalt. Dort wird am 6. September gewählt.
DIE ZEIT: Herr Steinbeis, die AfD liegt in Sachsen-Anhalt mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund weit vorn. Was täte er wohl als Erstes, wenn er als Ministerpräsident in die Magdeburger Staatskanzlei einziehen würde?
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Die AfD würde bei einer Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt zuerst versuchen, die Landesverwaltung und Sicherheitsbehörden zu beeinflussen.
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Seit Monaten diskutiert Deutschland über ein angebliches ostdeutsches Sonderbewusstsein, ausgelöst durch Wahlkampfveranstaltungen, einen F.A.Z.-Leitartikel und öffentliche Aussagen von Politikern wie Björn Höcke. Ostdeutsche Politiker wie Sepp Müller und Linda Teuteberg warnen vor der Politisierung von Identität und betonen strukturelle Benachteiligungen, während andere das Gefühl von Benachteiligung als nachvollziehbar anerkennen. Die Debatte spiegelt tief verwurzelte Vorurteile und unterschiedliche Wahrnehmungen von Ost und West wider.

Der Historiker Matthias Brechtken analysiert 36 Jahre nach der Wiedervereinigung die anhaltende emotionale Kluft zwischen Ost- und Westdeutschen, wobei Ostdeutsche sich bevormundet fühlen und Westdeutsche die Ostdeutschen als undankbar wahrnehmen, wobei strukturelle Unterschiede, historische Prägungen und die Rolle der AfD im Osten kritisch beleuchtet werden.
US-Präsident Donald Trump wird am 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 nicht an der Gedenkveranstaltung am Ground Zero in New York teilnehmen, sondern das Pentagon besuchen. Laut Medienberichten hatte er ursprünglich geplant, dort zu sprechen, doch die Veranstaltung sieht traditionell keine Politikerreden vor. Vizepräsident JD Vance wird voraussichtlich seine Stelle einnehmen.

US-Präsident Donald Trump hat sich einen Großteil von Venezuelas Öl gesichert, wodurch die Macht des Regimes in Caracas gestärkt wird und eine Demokratisierung des Landes verzögert wird.
Die US-Migrationsbehörde ICE hat den rechtsextremen Blogger Milo Yiannopoulos aus den USA abgeschoben und ins Vereinigte Königreich gebracht. Yiannopoulos war nach Ablauf seiner Aufenthaltsgenehmigung illegal in den USA geblieben und hatte einer Anhörung nicht nachgekommen, woraufhin ein Einwanderungsrichter seine Ausweisung anordnete.

Die Debatte um ein ostdeutsches Sonderbewusstsein entflammt erneut, ausgelöst durch Wahlkampfrhetorik und Medienkommentare. Ostdeutsche Politiker wie Sepp Müller und Linda Teuteberg warnen vor der Politisierung von Identität und betonen strukturelle Ungleichheiten, während andere die anhaltende Benachteiligung und das Gefühl zweiter Klasse hervorheben. Die Diskussion spiegelt tiefere Spannungen zwischen Ost und West wider, die über bloße Klischees hinausgehen.