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Die Laienhelferquote in Deutschland liegt bei etwa 53,5 Prozent gemäß dem Deutschen Reanimationsregister für 2025. Viele Menschen zögern, bei einem Herzstillstand zu helfen, aufgrund von Angst vor Fehlern, Ekel oder der Notwendigkeit körperlicher Nähe. Schulungen und telefonische Anleitung durch Leitstellen werden als Maßnahmen gesehen, um diese Hemmnisse zu reduzieren.
Eine Herzdruckmassage kann abschrecken – Blut, Ekel und die Angst vor Fehlern spielen eine Rolle. Training und Telefonanleitung sollen Hemmungen abbauen.
In Erste-Hilfe-Kursen wird oft an einer Puppe geübt. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa
Berlin. Wenn ein Mensch zusammenbricht, zählt jede Sekunde. Doch viele zögern unter anderem aus Angst vor Fehlern. Die sogenannte Ersthelfendenquote liegt bei gut der Hälfte. In diesen Fällen haben Laien laut Deutschem Reanimationsregister bereits vor dem späteren Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Wiederbelebung begonnen, also mit der Herzdruckmassage.
"Im Jahr 2025 begannen Laien bei 53,5 Prozent der Reanimationsfälle, in denen der Rettungsdienst nicht bereits vor Ort war, mit der Wiederbelebung", teilte Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Deutschen Reanimationsregisters, mit. Als Reanimationsfall gilt ein Fall, bei dem der Rettungsdienst später eine Wiederbelebung begonnen oder fortgeführt hat.
Das heißt: Die Lebensrettung kann noch verbessert werden. Wie Training helfen kann – und warum Schulen und Leitstellen eine Rolle spielen. Ein Überblick zum Welttag der Wiederbelebung am 16. Oktober.
Wenn Helfen plötzlich Nähe bedeutet
Im Alltag halten Menschen Abstand. Bei einer Herzdruckmassage ist plötzlich direkter Körperkontakt nötig. Auch die Sorge, Rippen zu brechen oder die Situation zu verschlimmern, kann bremsen. Die Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) gehen auf solche Hemmnisse ein.
Als häufigsten Grund für das Nicht-Eingreifen nennt der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) die Angst, etwas falsch zu machen. Dabei fanden laut Reanimationsregister 2025 rund 70 Prozent der Wiederbelebungsversuche im häuslichen Umfeld statt. Wie lässt sich die Hemmschwelle also senken?
Helfen lernen – und zwar möglichst früh
Eine Strategie setzt in der Schule an: Der GRC fordert Wiederbelebungsunterricht ab Klasse 7 mit jährlich zwei Unterrichtsstunden. Der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz empfahl 2014, das Thema in den Lehrplänen der Länder zu verankern. Flächendeckend umgesetzt ist die Empfehlung laut GRC aber nicht.
Damit entsteht ein Zielkonflikt: Wiederbelebung soll möglichst viele Menschen erreichen - muss aber im vollen Schulalltag untergebracht werden. Einmal gelerntes Wissen kann zudem verblassen. Regelmäßige Auffrischungskurse sollen helfen, Kenntnisse und Handlungssicherheit zu erneuern.
Unterstützung im Notfall durch die Leitstelle
Ein anderer Ansatz setzt genau beim Notfall an: Wer die 112 wählt, kann von der Leitstelle Schritt für Schritt angeleitet werden. 2025 erhielten Ersthelfer in 38,4 Prozent der im Reanimationsregister erfassten Fälle telefonische Unterstützung. 2024 waren es 40,4 Prozent.
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Nach Angaben der Bundesregierung gibt es in Deutschland zudem rund elf digitale Ersthelfer-Systeme, darunter Mobile Retter, Region der Lebensretter und KatRetter, bei denen sich Ersthelfer anmelden können. Bei einem vermuteten Herz-Kreislauf-Stillstand werden registrierte Helfer je nach System parallel zum Rettungsdienst über eine App alarmiert. Sie können dadurch schneller mit der Wiederbelebung beginnen oder in einigen Regionen auch einen Defibrillator zum Einsatzort bringen.
Dänemark gilt als Beispiel für eine langfristig ausgebaute Strategie zur Stärkung der Laienhilfe. Dazu gehören unter anderem Wiederbelebungsunterricht in Schulen und ein nationales Register öffentlich zugänglicher Defibrillatoren. Der Anteil der Fälle einer Reanimationsbehandlung von Laien stieg laut dem dänischen Reanimationsregister von 20 Prozent im Jahr 2001 auf 77 Prozent im Jahr 2018 - also auf fast das Vierfache.
Was entscheidend ist
Training und telefonische Anleitung ergänzen sich: Schulungen stärken die Sicherheit vor dem Notfall, Leitstellen helfen im Ernstfall. Entscheidend sei, die 112 zu wählen und sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen, sagte Gräsner.
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AI outlook — possibilities, not facts
Die Laienhelferquote in Deutschland wird bis 2030 auf über 65 Prozent steigen, wenn der Wiederbelebungsunterricht in Schulen flächendeckend eingeführt wird.
Possible · Within years

Federal Health Minister Carsten Linnemann is presenting an emergency reform that aims to only direct genuine emergencies to emergency rooms. To this end, 750 integrated emergency centers are to be created and patients are to be distributed via central counters or telephone numbers such as 112 and 116 117 according to uniform criteria. In the future, emergency services will also be allowed to provide care at home or in emergency services practices. Despite praise from the opposition, the Greens and rescue organizations criticize financial gaps and warn of further rush due to a lack of specialist appointments.

According to an official estimate, Federal Health Minister Carsten Linnemann has announced a stable average additional contribution rate of 2.9 percent for 2027, although individual health insurance companies say they could charge higher contributions and the current average is already 3.1 percent. The Greens criticize the promise as unrealistic, while the National Association of Statutory Health Insurance Funds warns of financial risks and calls for structural reforms.

The additional contribution from statutory health insurance companies should remain stable in 2027, after spending increases less than in the current year. Health Minister Carsten Linnemann attributes this to the Statutory Health Insurance Contribution Rate Stabilization Act, which relieves the burden on the coffers by up to 15 billion euros. Despite the positive development, he warned of continued financial stress and emphasized the need for structural reforms.
The average additional contribution rate for statutory health insurance could remain stable in the coming year, as Health Minister Carsten Linnemann announced based on the financial forecast of the GKV estimators group. The health insurance companies' expenses are expected to increase less sharply than in the current year, primarily thanks to the GKV Contribution Rate Stabilization Act, which will relieve the health insurance funds of up to 15 billion euros. However, Linnemann emphasized that the financial situation remained tense despite the reform and that structural problems needed to be solved.

The GKV estimators recommend a stable average additional contribution of 2.9 percent to statutory health insurance for 2027. Health Minister Carsten Linnemann sees this as a positive sign after repeated increases, but emphasizes that the financial situation of the health insurance companies remains tense despite the relief law.

The average additional contribution rate for statutory health insurance should remain at 2.9 percent in 2027, as Health Minister Carsten Linnemann announced based on the GKV estimator group forecast. Despite relief from the GKV Contribution Rate Stabilization Act, the financial situation of the health insurance funds remains tense.