Wirtschaft fordert Reformen nach AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt
Verbände warnen vor Abschottung und betonen die Notwendigkeit von Zuwanderung zur Fachkräftesicherung
Quick Look
- Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt fordert die deutsche Wirtschaft Reformen.
- Verbände wie HDE und VDMA warnen vor einer Politik der Abschottung und betonen, dass der Standort Deutschland auf Zuwanderung angewiesen ist, um den Fachkräftemangel zu decken.
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Why It Matters
Sachsen-Anhalt weist die älteste Bevölkerungsstruktur in Deutschland auf. Der Fachkräftemangel ist ein zentrales Thema für die deutsche Industrie und den Einzelhandel.
Berlin. Die deutsche Wirtschaft pocht nach dem deutlichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt auf schnelle Reformen der Bundesregierung. Gleichzeitig warnten mehrere Verbände am Montag vor einer Politik der Abschottung. Schon jetzt fehlten zahlreichen Unternehmen Fachkräfte.
Der Handelsverband HDE teilte in Berlin mit, die Wirtschaft sei auf einen funktionierenden EU-Binnenmarkt und Freizügigkeit angewiesen. „Eine Politik der Abschottung und der Ausgrenzung führt in die Irre“, sagte HDE-Präsident Alexander von Preen. „Ich befürchte hohen Schaden für den Standort Deutschland, wenn potenzielle Fachkräfte aus dem Ausland nun davor zurückschrecken, zu uns zu kommen.“ Der Einzelhandel sei auf Zuwanderung angewiesen, um seinen Personalbedarf zu decken.
Der Maschinenbauverband VDMA verwies darauf, dass Sachsen-Anhalt bereits die älteste Bevölkerungsstruktur in Deutschland habe. „In neun Jahren werden dem Arbeitsmarkt rund zwölf Prozent weniger Erwerbspersonen zur Verfügung stehen.“ Fachkräftesicherung auch aus dem Ausland sei nicht nur eine langfristige Zukunftsfrage, sondern eine akute Aufgabe zur Standortsicherung.
Open Questions
- Wie wird die Bundesregierung auf die Forderungen der Verbände reagieren?




