Zollrazzia in Schleswig-Holstein: Sieben illegale Beschäftigte in Nagelstudios und Barbershops entdeckt
Bei bundesweiten Schwerpunktprüfungen im Kosmetik- und Friseurgewerbe hat der Zoll in Schleswig-Holstein mehrere Verstöße festgestellt und sieben Personen ohne Aufenthaltstitel angetroffen.
Quick Look
- Bei einer bundesweiten Zollrazzia in Schleswig-Holstein wurden in Nagelstudios und Barbershops sieben Personen ohne Aufenthaltstitel angetroffen.
- Gegen die Beschäftigten und Arbeitgeber wurden Verfahren wegen illegaler Beschäftigung eingeleitet.
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Why It Matters
Bundesweite Schwerpunktprüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Friseur- und Kosmetikgewerbe.
Bei einer Razzia der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben Zöllnerinnen und Zöllner in Schleswig-Holstein sieben Nagelstudios und zwölf Barbershops in Augenschein genommen.
Bei den Kontrollen in Kiel, Lübeck, Eutin und andernorts stellten die Einsatzkräfte am Samstag sieben Personen fest, wie Zollsprecherin Gabriele Oder berichtete.
Vier von ihnen arbeiteten in einem Nagelstudio in Trittau, die anderen drei wurden in Nagelstudios und Barbershops in Ratzeburg, Geesthacht und Stockelsdorf angetroffen.
Gegen die sieben Beschäftigten wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthalts eingeleitet.
Auch gegen die jeweiligen Arbeitgeber ermittelt der Zoll wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt und damit im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung.
«Einige Beschäftigte konnten oder wollten sich gar nicht ausweisen, andere legten zwar echte Ausweisdokumente vor, die aber zu anderen Personen gehören», sagte Oder.
Sie wurden zu zweifelsfreien Feststellung ihrer Identität zur Polizei gebracht.
Für einen Arbeitnehmer in einem Barbershop lag keine Anmeldung zur Sozialversicherung vor.
Gegen den Arbeitgeber wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt eingeleitet.
Darüber wurden acht Verstöße gegen die Sofortmeldepflicht festgestellt.
In drei weiteren Fällen fehlten die vorgeschriebenen Arbeitszeitaufzeichnungen.
Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
Die Kontrollen waren Teil einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Friseur- und Kosmetikgewerbe.
Rund 2.200 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit waren hierbei im Einsatz, darunter 29 Zöllnerinnen und Zöllnern in Schleswig-Holstein.
Open Questions
- Welche konkreten Konsequenzen drohen den betroffenen Betrieben?
- Werden die Kontrollen in der Region fortgesetzt?
