
Europas größter Autobauer will ab 2030 bis zu 15.000 Fahrzeuge jährlich recyceln.
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Zwickau gilt neben Emden als Pilotwerk für die Elektromobilität, steht jedoch auf der Liste der gefährdeten Standorte.
Zwickau. Europas größter Autobauer Volkswagen hat eine Recycling-Anlage in seinem Werk im sächsischen Zwickau in Betrieb genommen. In der Anlage sollen ab 2030 bis zu 15.000 Fahrzeuge jährlich zerlegt und wiederverwertet werden. Bis zu 1000 Arbeitsplätze sollen so langfristig gesichert werden.
„Ab heute bauen wir in Zwickau Autos nicht nur zusammen, sondern auch wieder auseinander“, sagte Volkswagen-Markenchef Thomas Schäfer bei der Eröffnungszeremonie. „Demontage und Weiterverwertung heißt für uns nicht Schrottplatz, sondern Wertschöpfung.“ Volkswagen erhält dafür bis zu 10,7 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen.
Allerdings reicht das nicht, um den Standort langfristig zu sichern. Zwickau, einst zusammen mit Emden Pilotwerk für die Elektromobilität, steht auf der Liste der gefährdeten Standorte. Die Produktion der aktuell in Zwickau gefertigten Modelle läuft 2031 aus, danach ist die Zukunft offen. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat einen eigenen Vorschlag vorgelegt, mit dem er die Zukunft des Werks sichern will. Dieser sieht vor, die Anlage in eine neue Gesellschaft zu überführen. Dort sollen die Tarifverträge nicht gelten, die nach Ansicht des VW-Managements die Produktion in Deutschland unrentabel machen.
Zudem wurde Zwickau als Standort für die Fertigung von in China entwickelten Modellen gehandelt. Der Vorschlag wurde von VW-Konzernchef Oliver Blume ins Spiel gebracht, allerdings nicht weiter verfolgt. Einem Insider zufolge spielten dabei Bedenken im Top-Management eine Rolle, chinesischen Wettbewerbern bei der Expansion nach Europa zu helfen.
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Produktion der aktuell in Zwickau gefertigten Modelle läuft 2031 aus
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