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Der Deutsche Wetterdienst führt seit Beginn der Messaufzeichnungen Temperaturstatistiken durch. Der bisherige Hitzerekord in Bayern stammte aus dem Sommer 2003.
Jetzt ist es amtlich: Die zurückliegenden Sommermonate Juni, Juli und August liegen in Bayern gleichauf mit dem bisherigen Rekordsommer 2003. Das hat am Montag der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Bericht über den Sommer 2026 bekannt gegeben. Bayernweit lag die Mitteltemperatur in den drei Sommermonaten 2026 wie 2003 bei 20,0 Grad, der Referenzwert wurde damit um satte 4,2 Grad übertroffen. Erstmals seit Beginn der Messaufzeichnungen wurden landesweit im Mittel 28 heiße Tage mit Temperaturen von 30 und mehr Grad gezählt. Die Zahl der sehr heißen Tage mit 35 und mehr Grad betrug landesweit durchschnittlich etwa sieben Tage.

Mitte Juli verhängte München eine Allgemeinverfügung zur Wasserersparnis wegen extrem hohen Verbrauchs und niedriger Grundwasserpegel. Nach Ablauf der Verfügung sank der tägliche Verbrauch von über 400 Millionen Litern im Juni auf meist 270-290 Millionen Liter, während die Grundwasserstände im Mangfalltal und Loisachtal weiterhin niedrig oder sehr niedrig bleiben und eine Niederschlagsreiche Herbst- und Wintersaison für eine grundsätzliche Entspannung nötig ist.
Der Sommer 2026 war in Thüringen nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdiensts der drittwärmste seit Messbeginn mit einem Temperaturmittel von 19,1 Grad, 3,3 Grad über dem Referenzwert von 1961–1990. Es gab landesweit 21 heiße und 5 sehr heiße Tage, einen neuen Temperaturrekord von 40,4 Grad am 27. Juni, sowie ungewöhnlich viel Sonne und wenig Niederschlag. Zudem wurden Tornados in einem Korridor vom Westerwald über Hessen bis nach Westthüringen bestätigt. Nach Schätzungen des RKI starben bis Mitte August rund 290 Menschen an Hitze, und die Landwirte meldeten erhebliche Ernteausfälle.
Der Sommer 2026 war in Berlin und Brandenburg einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mit Rekordtemperaturen von bis zu 41,7 Grad in Brandenburg und deutlichem Niederschlagsmangel kämpften die Regionen mit Trockenheit und Waldbrandgefahr.
Der Sommer 2026 in Nordrhein-Westfalen erreicht Rekordwerte: Mit 19,5 Grad Durchschnittstemperatur und zahlreichen Hitzetagen liegt er auf dem Niveau des Rekordsommers 2003. Massive Trockenheit und Niedrigwasserstände prägten die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes.
Baden-Württemberg verzeichnete den wärmsten Sommer seit Messbeginn mit durchschnittlich 21,1 Grad. Die extreme Hitze und Trockenheit führten zu über 3.600 Hitzetoten, Ernteausfällen in der Landwirtschaft sowie Rekordtiefständen bei Flüssen und Seen.

Der Sommer 2026 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Laut DWD ist der Klimawandel für die beispiellosen Hitzewellen verantwortlich, die laut RKI-Schätzungen bis Mitte August rund 15.800 Hitzetote forderten.