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Mitte Juli erließ die Stadt München erstmals eine Allgemeinverfügung zur Reduzierung des Wasserverbrauchs aufgrund extrem hohen Verbrauchs während der Juni-Hitzephase und sehr niedriger Grundwasserpegel, die seit eineinhalb Jahren anhalten, selbst in bisher wasserreichen Gebieten wie Südbayern.
Mitte Juli erließ die Stadt erstmals eine Allgemeinverfügung, die den Wasserverbrauch reduzieren sollte. Der war während der Hitzephase im Juni so hoch wie noch nie. Zugleich waren die Grundwasserpegel sehr niedrig, seit eineinhalb Jahren fällt selbst in Südbayern, das bisher als wasserreich galt, zu wenig Niederschlag.
Für zwei Wochen im Juli also galt auf Basis der städtischen Verfügung: Das Befüllen von Privatpools und das Wässern von Rasen war verboten, Gärten und Beete durften nur abends gegossen werden, das Waschen von Autos im Privatbereich war ebenso untersagt wie das Abspritzen von Terrassen oder Hofflächen. Die Stadt selbst hatte zuvor schon einige Brunnen ganz abgestellt und andere über Nacht ausgeschaltet.
Die Sparverfügung lief Ende Juli aus, das Rathaus verlängerte sie nicht. Man hoffte auf den Ferien-Effekt: Je mehr Münchner im Urlaub sind, desto weniger Wasser brauchen sie zu Hause. Und nun, einen Monat später, da der meteorologische Herbst an diesem Dienstag beginnt? Hat sich die Lage entspannt? Teils, teils, lautet in Kurzform die Antwort der SWM, die München mit Trinkwasser versorgen und deshalb den besten Überblick haben.
Immerhin, der Verbrauch sei deutlich zurückgegangen. Laut SWM liege der langjährige durchschnittliche Bedarf Münchens und einiger umliegender Gemeinden, die am Münchner Netz hängen, bei 300 bis 310 Millionen Litern pro Tag. In der Hitzeperiode im Juni sei der Verbrauch an manchen Tagen auf mehr als 400 Millionen gestiegen.
Seither reduzierte sich der Verbrauch. Was davon an der Sparverordnung, dem etwas weniger heißen Wetter oder der Urlaubszeit lag, lässt sich nicht auseinanderdividieren. Vermutlich spielen alle Faktoren eine Rolle. Sicher ist laut SWM, dass der Bedarf zurückging: In der zweiten Juli-Hälfte auf durchschnittlich 330 Millionen, Anfang August habe man noch, je nach Tag, 300 bis 355 Millionen Liter benötigt, „seither meist 270 bis 290 Millionen“. Die Tendenz sei „deutlich rückläufig“.
Gar nicht positiv klingt dagegen die Bewertung des Grundwasser-Dargebots. München bezieht sein Trinkwasser überwiegend aus dem Mangfalltal, einen kleineren Teil aus dem Loisachtal; und wenn das nicht reicht, wird die Reserve angezapft und auch Grundwasser in der Münchner Schotterebene gefördert, vorwiegend südlich der Stadt. Die meisten der für München relevanten Grundwasserpegel sind laut Bayerischem Landesamt für Umwelt niedrig oder sehr niedrig, nachzulesen beim Niedrigwasser-Informationsdienst.
„Die Regenfälle der vergangenen Tage bringen nur eine kleine Entspannung, gleichen aber nicht das Niederschlagsdefizit der vergangenen 18 Monate aus“, stellen die SWM fest. „Es bedarf einer niederschlagsreichen Herbst- und Wintersaison, um eine grundsätzliche Entspannung der Situation zu erreichen.“
Die Stadt versucht, mit gutem und sichtbarem Beispiel voranzugehen
Im zurückliegenden Sommer habe man die Kapazität von zwei der drei Fördergebiete fast immer komplett ausgeschöpft, teilen die Stadtwerke mit. Im Mangfalltal etwa liege laut SWM die langjährige Schüttung, also das verfügbare Wasser, bei 3700 Litern pro Sekunde. Mitte Juli vermeldeten die SWM nur noch 2600 Liter pro Sekunde, also fast ein Drittel weniger als üblich. Im August sei das Dargebot im Mangfalltal auf diesem Niveau geblieben, teilweise sogar „leicht darunter“ gelegen, so die Stadtwerke. Im Loisachtal, südlich von Eschenlohe, dürfen die SWM aus Gründen des Naturschutzes nicht mehr als 500 Liter pro Sekunde entnehmen, diese Menge schöpfe man weiter komplett aus.
Wenn das alles nicht reicht für München, zapfen die SWM ihre Brunnen in der Schotterebene an. Die seien im Sommer sehr strapaziert worden. Im August habe die Menge Wasser, die man aus den Förderwerken Trudering, Deisenhofen, Arget und Höhenkirchen ins Netz eingespeist habe, stark geschwankt, zwischen 100 und 1200 Liter pro Sekunde. Aus der Schotterebene bedienen sich neben München auch andere Kommunen und Unternehmen mit Privatbrunnen. Der bescheidene August-Regen mache sich laut Stadtwerken bislang nicht positiv bemerkbar: „Die Grundwasserstände sind nach wie vor fallend.“
Und jetzt? Wie geht es weiter? Auf die Regenmengen hat die Stadt keinen Einfluss, ihr bleibt nur, mit dem vorhandenen Wasser sparsamer umzugehen. Um Notlagen mit Sparanordnungen wie im zurückliegenden Sommer künftig zu vermeiden oder zumindest nicht noch drastischer ausfallen zu lassen, hat Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) die SWM und das städtische Klimareferat mit einer Wasserstrategie beauftragt. Im kommenden Jahr wolle man diese laut SWM dem Stadtrat vorlegen.
AI outlook — possibilities, not facts
Die SWM wird im kommenden Jahr eine Wasserstrategie dem Stadtrat vorlegen, um Notlagen mit Sparanordnungen zu vermeiden oder abzuschwächen.
Very likely · Within months

Eine Sturzflut im Grand Canyon in Arizona hat zwei Todesfälle gefordert, Dutzende zur Evakuierung gezwungen und Infrastrukturen wie Wasserleitungen und Fußbrücken zerstört. Die Parkverwaltung rief zum Wassersparen auf und schloss beliebte Ausflugsziele.

Der Deutsche Wetterdienst bestätigte, dass der Sommer 2026 in Bayern mit einer Mitteltemperatur von 20,0 Grad den Rekord von 2003 erreicht hat. Landesweit wurden erstmals durchschnittlich 28 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und sieben sehr heiße Tage mit über 35 Grad gezählt.
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Der Sommer 2026 in Nordrhein-Westfalen erreicht Rekordwerte: Mit 19,5 Grad Durchschnittstemperatur und zahlreichen Hitzetagen liegt er auf dem Niveau des Rekordsommers 2003. Massive Trockenheit und Niedrigwasserstände prägten die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes.
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