Der Deutsche Wetterdienst verzeichnete einen der wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen mit extremen Temperaturen und Niederschlagsdefiziten.
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Der Sommer 2026 gilt nach vorläufigen Berechnungen des DWD als zweitwärmster Sommer in Deutschland seit 1881.
Der Sommer 2026 ist in Berlin und Brandenburg wärmer und trockener ausgefallen als in den vergangenen Jahren. Nach vorläufigen Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehörte er bundesweit zu den wärmsten Sommern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
In Berlin lag die Durchschnittstemperatur bei 20,0 Grad und damit 2,2 Grad über dem langjährigen Mittel. Prägend war vor allem der außergewöhnlich heiße Juni. Am 28. Juni wurde am Flughafen BER mit 40,3 Grad ein neuer Hitzerekord für die Hauptstadt gemessen. Insgesamt registrierte der DWD im Stadtgebiet rund 19 heiße Tage mit mindestens 30 Grad sowie vier Tage mit Temperaturen von mindestens 35 Grad.
Auch Brandenburg erlebte einen außergewöhnlich warmen Sommer. Die Durchschnittstemperatur erreichte 19,5 Grad und lag damit 2,2 Grad über der durchschnittlichen Jahrestemperatur. Am 28. Juni wurden in Coschen (Oder-Spree) 41,7 Grad gemessen. Das war nach Angaben des DWD die höchste bislang in Brandenburg registrierte Temperatur. Landesweit gab es etwa 18 heiße Tage und mehr als vier sogenannte sehr heiße Tage mit mindestens 35 Grad.
Schweres Unwetter mit Tornado
Zugleich fiel in beiden Ländern deutlich weniger Regen als üblich. In Berlin wurden mit rund 147 Litern pro Quadratmeter lediglich 81 Prozent des normalen Sommerniederschlags gemessen. In Brandenburg waren es mit 138 Litern pro Quadratmeter sogar nur 78 Prozent des langjährigen Mittels. Die Trockenheit führte bundesweit zu ausgetrockneten Böden, niedrigen Wasserständen und einer erhöhten Waldbrandgefahr.
Regional kam es zu Unwettern. So zog am 19. August ein Tornado durch Fürstenwalde (Oder-Spree). Zudem zeigte sich die Sonne in beiden Ländern deutlich häufiger als üblich. In Berlin wurden rund 756 Sonnenstunden gemessen, in Brandenburg rund 747 Stunden.
Deutschlandweit war der Sommer 2026 laut DWD mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 Grad der voraussichtlich zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Wärmer war nach vorläufigen Berechnungen lediglich der Jahrhundertsommer 2003.

Eine Sturzflut im Grand Canyon in Arizona hat zwei Todesfälle gefordert, Dutzende zur Evakuierung gezwungen und Infrastrukturen wie Wasserleitungen und Fußbrücken zerstört. Die Parkverwaltung rief zum Wassersparen auf und schloss beliebte Ausflugsziele.

Der Deutsche Wetterdienst bestätigte, dass der Sommer 2026 in Bayern mit einer Mitteltemperatur von 20,0 Grad den Rekord von 2003 erreicht hat. Landesweit wurden erstmals durchschnittlich 28 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und sieben sehr heiße Tage mit über 35 Grad gezählt.

Mitte Juli verhängte München eine Allgemeinverfügung zur Wasserersparnis wegen extrem hohen Verbrauchs und niedriger Grundwasserpegel. Nach Ablauf der Verfügung sank der tägliche Verbrauch von über 400 Millionen Litern im Juni auf meist 270-290 Millionen Liter, während die Grundwasserstände im Mangfalltal und Loisachtal weiterhin niedrig oder sehr niedrig bleiben und eine Niederschlagsreiche Herbst- und Wintersaison für eine grundsätzliche Entspannung nötig ist.
Der Sommer 2026 war in Thüringen nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdiensts der drittwärmste seit Messbeginn mit einem Temperaturmittel von 19,1 Grad, 3,3 Grad über dem Referenzwert von 1961–1990. Es gab landesweit 21 heiße und 5 sehr heiße Tage, einen neuen Temperaturrekord von 40,4 Grad am 27. Juni, sowie ungewöhnlich viel Sonne und wenig Niederschlag. Zudem wurden Tornados in einem Korridor vom Westerwald über Hessen bis nach Westthüringen bestätigt. Nach Schätzungen des RKI starben bis Mitte August rund 290 Menschen an Hitze, und die Landwirte meldeten erhebliche Ernteausfälle.
Der Sommer 2026 in Nordrhein-Westfalen erreicht Rekordwerte: Mit 19,5 Grad Durchschnittstemperatur und zahlreichen Hitzetagen liegt er auf dem Niveau des Rekordsommers 2003. Massive Trockenheit und Niedrigwasserstände prägten die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes.
Baden-Württemberg verzeichnete den wärmsten Sommer seit Messbeginn mit durchschnittlich 21,1 Grad. Die extreme Hitze und Trockenheit führten zu über 3.600 Hitzetoten, Ernteausfällen in der Landwirtschaft sowie Rekordtiefständen bei Flüssen und Seen.