Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht langfristige Herausforderung durch Wettrüsten mit Angreifern
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Am 4. August wurde im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt. Die Bundesanwaltschaft stuft den Vorfall als schwerwiegenden Angriff auf die Infrastruktur ein.
Der Aufbau von Fähigkeiten zur Drohnenabwehr wird die Bundespolizei nach Einschätzung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf Jahre hinaus beschäftigen und eine große Herausforderung darstellen. Man richte sich auf ein »Wettrüsten« zwischen der eigenen Drohnenabwehr und Angreifern ein, die versuchten, diese Abwehr zu überwinden, sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch der Fliegerstaffel der Bundespolizei im hessischen Fuldatal.
Im Dezember hatte der Bundesinnenminister eine neue Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei in Dienst gestellt. Sie hat aktuell 70 Einsatzkräfte. Ihre Zahl soll bis zum Jahresende auf 300 Beamte anwachsen.
Der Ausbau ist eine Reaktion auf den bisher schwerwiegendsten Vorfall mit einer Drohne: Eine mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem »schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland«.
Dobrindt will zunächst Ermittlungen zum Drohnenvorfall abwarten
Eine russische Urheberschaft wird von vielen Politikern vermutet. Dobrindt hat Forderungen zurückgewiesen, dies auch eindeutig öffentlich zu benennen. Er wolle die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten. Im Anschluss werde er – gemeinsam mit dem Kanzleramt und anderen sicherheitsrelevanten Ressorts – über angemessene Konsequenzen entscheiden, sagte er.
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Aufstockung der Drohnenabwehreinheit auf 300 Beamte bis Jahresende.
Very likely · Within months

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