
Ukraine intensiviert Drohnenangriffe auf russische Logistikzentren; internationale Spannungen und diplomatische Gipfeltreffen in Kirgistan
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Die Bundesregierung prüft eine offizielle Zuordnung des Drohnen-Anschlags in Leipzig an Russland. Gleichzeitig eskaliert der Drohnenkrieg zwischen der Ukraine und Russland mit Angriffen auf kritische Infrastruktur.
Die Bundesregierung plant einem Medienbericht zufolge in den kommenden Tagen, Russland für den versuchten Sprengstoffdrohnen-Anschlag in Leipzig verantwortlich zu machen und „umfangreiche“ Maßnahmen anzukündigen. Es soll sich um eine Kombination direkter Maßnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen handeln, die parallel in Brüssel vorbereitet werden, wie die „Welt am Sonntag“ und „Politico“ unter Berufung auf Insider am Samstag berichteten.
Die Ankündigung sei für Anfang nächster Woche geplant, parallel zum EU-Außenministertreffen in Irland am Dienstag, könnte aber je nach Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz auch noch vorgezogen werden.
Ein Regierungssprecher wollte die Informationen dem Bericht zufolge weder bestätigen noch dementieren: „Das Kanzleramt beteiligt sich nicht an Spekulationen. Relevant ist allein die offizielle Zuordnung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und unter Abwägung aller Ermittlungsergebnisse vornimmt.“
Polens Regierungschef Donald Tusk hat davor gewarnt, dass Russland den Krieg in der Ukraine ausweiten und die Nato provozieren könnte. „Wie ich bereits gewarnt habe, schreitet die Eskalation vonseiten Russlands voran“, schrieb Tusk auf der Online-Plattform X nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die nächsten sechs Monate würden entscheidend sein. „Wir dürfen Provokationen Russlands gegenüber einem der Nato-Mitglieder nicht ausschließen.“
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager sind unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Regierungsangaben mindestens 27 Menschen getötet worden. „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland und die annektierte Halbinsel Krim sind Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. In der russischen Grenzregion Belgorod kamen demnach drei Menschen ums Leben und neun weitere wurden verletzt. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Sewastopol auf der Krim sei ein Mensch getötet worden, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram.
Infolge nächtlicher russischer Angriffe ist im südukrainischen Gebiet Odessa mindestens ein Mensch getötet worden. Fünf Getreidetransporter seien ausgebrannt und drei weitere beschädigt worden.
Im südrussischen Gebiet Rostow sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens sieben Menschen bei einer Welle ukrainischer Luftangriffe verletzt worden. In der Hafenstadt Rostow am Don wurden demnach zwei Wohnblöcke durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt.
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater für militärische Innovationen im italienischen Verteidigungsministerium.
Kremlchef Wladimir Putin trifft nächste Woche mehrere Staats- und Regierungschefs zu politischen Gesprächen in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. An diesem Montag werde es beim Treffen mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping auch um die geplante neue Gasleitung Sila Sibiri 2 gehen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Militär nach eigenen Angaben angewiesen, die Zahl der täglichen Drohnenangriffe auf Russland mit großer Reichweite auf 1000 von bislang rund 300 zu erhöhen.
Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zuletzt mehrfach von Drohnen angegriffen worden.
Die Ukraine will dem Kommandeur ihrer Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, zufolge ihre Angriffe auf den russischen Online-Händler Wildberries verstärken und alle seine Lager ins Visier nehmen.
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Ankündigung eines Maßnahmenpakets gegen Russland durch die Bundesregierung.
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