
Deutsche Streitkräfte stellen kurzfristig Lufttransportkapazitäten für den UN-Einsatz in der Karibik-Republik bereit.
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Die UN-Unterstützungsmission für Haiti wurde zur Bekämpfung krimineller Banden mandatiert.
Die Bundeswehr will den UN-Einsatz in der von Armut und Bandengewalt erschütterten Karibik-Republik Haiti unterstützen. Die deutschen Streitkräfte würden "kurzfristig" Lufttransportkapazitäten bereitstellen, um bei der Verlegung von Ausrüstung und Material zu helfen, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.
Der Transporteinsatz solle "in den nächsten Wochen" erfolgen. Mit den Lufttransportkapazitäten werde die Bundeswehr jene Länder unterstützen, die für den UN-Einsatz in Haiti Truppen vor Ort bereitstellen - dies sind unter anderem Kenia, Tschad, die Mongolei, Bangladesch, Guatemala und die Elfenbeinküste. Damit leiste die Bundeswehr "in einer entscheidenden Phase des Aufwuchses der Mission einen wichtigen Beitrag zur schnellen Stabilisierung der Sicherheitslage im Land", hieß es.
Morde, Entführungen, Vergewaltigungen
Die UN-Unterstützungsmission für Haiti (UNSOH) und die Gang-Bekämpfungseinheit "Gang Suppression Force" (GSF) wurden im vergangenen Jahr auf Initiative der USA vom UN-Sicherheitsrat mandatiert. Ziel ist es, kriminelle Banden zu bekämpfen, die weite Teile Haitis kontrollieren.
Haiti ist das ärmste Land auf dem amerikanischen Kontinent. Laut einem Bericht, den von den UN beauftragte Experten im April veröffentlichten, kontrollieren die kriminellen Banden mittlerweile bereits 90 Prozent des Landes. Sie verüben Morde, Entführungen und Vergewaltigungen und zwingen Kinder, für sie zu kämpfen. Zudem ist bei fast der Hälfte der elf Millionen Einwohner Haitis die Lebensmittelversorgung nicht gesichert.
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Transporteinsatz der Bundeswehr in den nächsten Wochen
Very likely · Within weeks

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