Chevron plant massive Ausweitung der Ölförderung in Venezuela
Quick Look
- Der US-Konzern Chevron kündigt eine Ausweitung seiner Ölförderung in Venezuela an.
- Durch einen sieben Milliarden Dollar schweren Vertrag sollen zwei neue Ölfelder im Orinoco-Gürtel erschlossen werden, wodurch die Produktion auf bis zu 600.000 Barrel pro Tag steigen könnte.
- Die Investition erfolgt im Kontext geopolitischer Interessen der USA unter der Trump-Regierung.
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Why It Matters
Chevron ist seit über einem Jahrhundert in Venezuela aktiv. Die aktuelle Ausweitung erfolgt im Rahmen eines Vertrags über sieben Milliarden Dollar zur Erschließung zweier neuer Ölfelder im Orinoco-Gürtel.
Venezuela rückt wieder ins Zentrum der globalen Ölindustrie. Der US-Konzern Chevron plant dort eine massive Ausweitung seiner Förderung - und setzt auf Investitionen über Jahrzehnte. Auch Washington verfolgt weitreichende Interessen.
Der US-Energiekonzern Chevron hat eine deutliche Ausweitung seiner Ölförderung in Venezuela angekündigt. Mit dem südamerikanischen Land sei ein Vertrag im Wert von sieben Milliarden Dollar (rund sechs Milliarden Euro) über die Erschließung von zwei weiteren Ölfeldern im Orinoco-Gürtel geschlossen worden, teilte Chevron mit. Innerhalb von fünf Jahren soll dies demnach eine Verdopplung der derzeitigen Fördermenge ermöglichen.
Wie Chevron ausführte, soll das venezolanische Gemeinschaftsunternehmen Petroindependencia, an dem der US-Konzern zu 49 Prozent beteiligt ist, zwei neue Förderstätten nahe bereits bestehender Förderanlagen im Orinoco-Gürtel erschließen. Die Fördermenge soll so perspektivisch auf rund 600.000 Barrel pro Tag steigen. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.
Im April hatte Chevron angekündigt, seinen Anteil an Petroindependencia um 13,2 Prozentpunkte aufzustocken - im Gegenzug für die Rückgabe von Rechten an der Offshore-Gasförderung sowie weiterer Vermögenswerte an die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PDVSA.
Chevron-Chef Mike Wirth wies darauf hin, dass der US-Ölriese bereits seit mehr als einem Jahrhundert in Venezuela präsent seit. Das "enorme Ressourcenpotenzial" des Landes könne zudem über "Jahrzehnte" hinweg zu weiteren Investitionen führen, erklärte er.
Chevron hat seine Produktion in Venezuela bereits seit Januar ausgeweitet, als US-Streitkräfte den damaligen Staatschef Nicolás Maduro auf Befehl von US-Präsident Donald Trump gefangengenommen und nach New York verschleppt hatten, wo ihm im kommenden Jahr wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.
Vor wenigen Tagen hatte Trump einen Deal bekanntgegeben, nach dem sich die Vereinigten Staaten riesige Ölvorkommen in dem südamerikanischen Land sichern. Dabei ging es nach der Darstellung des Präsidenten um die "mehrheitliche Kontrolle" über mehr als 65 Milliarden Barrel an Ölreserven, was rund einem Fünftel der geschätzten Vorkommen Venezuelas entspräche.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Ölförderung in Venezuela wird innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 600.000 Barrel pro Tag steigen.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie wird die venezolanische Regierung auf die verstärkte US-Präsenz im Ölsektor reagieren?
- Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für die Investition unter Berücksichtigung bestehender US-Sanktionen gegen Venezuela?
- Wie sicher ist die Investition angesichts der politischen Instabilität in Venezuela?






