Chinesische Finanzaufsicht schränkt Vorverkäufe ein – Immobilienaktien brechen ein
Neue Regeln der Finanzaufsicht beenden die Finanzierung von Bauprojekten durch Vorverkäufe, was zu massiven Kursverlusten bei Immobilienaktien führt.
Quick Look
- Die chinesische Finanzaufsicht verbietet die Baufinanzierung durch Vorverkäufe, wodurch Hypotheken erst nach Projektfertigstellung fließen.
- Aktien chinesischer Bauträger stürzten daraufhin stark ab.
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Why It Matters
Bislang finanzierten Bauträger den Hausbau in China maßgeblich über Vorverkäufe und früh ausgezahlte Hypotheken.
Shanghai, Hongkong. Die chinesische Finanzaufsicht baut den kriselnden Immobilienmarkt um und schickt die Aktien der Branche damit auf Talfahrt. Neue Regeln der Finanzaufsicht beenden das bisher gängige Modell, bei dem Bauträger den Hausbau mit dem Geld aus Vorverkäufen finanzieren. Die Aktien chinesischer Immobilienfirmen brachen am Montag daraufhin ein. Der CSI300 Real Estate Index verlor 4,6 Prozent, der Index für in Hongkong notierte Bauträger gab um 6,5 Prozent nach.
Kern der von Zentralbank und Finanzaufsicht vorgestellten Reform ist, dass Hypotheken für Immobilienkäufer erst dann vergeben werden dürfen, wenn das jeweilige Wohnprojekt fertiggestellt ist. Bislang war es üblich, dass Bauträger Wohnungen lange vor deren Fertigstellung verkauften. Die Einnahmen daraus sowie die frühzeitig ausgezahlten Hypothekendarlehen wurden zur Finanzierung der Bauarbeiten genutzt.
Dieses System der Vorverkäufe machte nach Einschätzung der Analysten der japanischen Investmentbank Nomura im vergangenen Jahr 68 Prozent aller Verkäufe neuer Wohnungen aus. „Bauträger können sich nicht mehr auf frühzeitige Einnahmen aus Hypotheken verlassen, um den Bau zu finanzieren“, schrieben die Analysten.
Open Questions
- Wie reagieren Bauträger auf die fehlende Vorfinanzierung?
- Gibt es staatliche Übergangshilfen?





