Innenministerium verzeichnet Rückgang der Straftaten bei gleichzeitigem Rekordwert bei der Vermögensabschöpfung.
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Die Fallzahlen der Clankriminalität in Niedersachsen sind seit 2022 rückläufig, nachdem sie in den Vorjahren angestiegen waren. Der Begriff der Clankriminalität steht aufgrund von Stigmatisierungsvorwürfen in der öffentlichen Debatte.
Die der sogenannten Clankriminalität zugeordneten Fallzahlen in Niedersachsen sind im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge gesunken. Polizei und Justiz ordneten 2025 insgesamt 2.691 Straftaten diesem Segment zu, wie Innenministerin Daniela Behrens und Justizministerin Kathrin Wahlmann (beide SPD) bei der Vorstellung des neuen Lagebilds zur Clankriminalität mitteilten. Das waren 454 Fälle weniger als ein Jahr zuvor, damals wurden 3.154 Fälle gezählt. 2023 waren es noch 3.610 Fälle, 2022 sogar 3.986 Straftaten.
Zugleich wurde bei der Sicherung von Vermögenswerten ein «neuer Höchststand» registriert, wie Behrens sagte. Vorläufig gesichert wurden rund 5,35 Millionen Euro - der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre. Ein Jahr zuvor waren es knapp fünf Millionen Euro. «Trotzdem bleibt Clankriminalität ein sichtbares Problem in Niedersachsen», sagte Wahlmann. «Die Clans versuchen mit Drogenhandel, Raub und Erpressung Geld zu verdienen.»
Begriff der Clankriminalität ist umstritten
Der Begriff Clankriminalität ist allerdings umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. Der Anteil der sogenannten Clankriminalität an der Gesamtkriminalität liegt bei 0,53 Prozent.
Landespolizeipräsident Axel Brockmann sagte, es sei von einem «nicht unerheblichen» Dunkelfeld auszugehen. Die wieder rückläufige Fallzahl sei gleichwohl positiv, auch eine positive Langzeitentwicklung zeichne sich ab. Die Zahl der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sei zwar um mehr als 8 Prozent gesunken, stelle aber mit 934 Fällen die mit Abstand größte Gruppe dar. Brockmann sprach von «hoher Waffenaffinität» der Clans.
In Berlin-Steglitz wurde der Friseursalon „Cutaleya“, der mit dem Rapper Samra in Verbindung steht, Ziel eines Drive-by-Shootings. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Schusswaffendelikten ein, die Polizei und Staatsanwaltschaft vor komplexe Herausforderungen stellt.

Jacques Moretti, Hauptbeschuldigter im Verfahren zur Brandkatastrophe in der Bar „Constellation“ in Crans-Montana, wurde wegen häuslicher Gewalt gegen seine Ehefrau Jessica Moretti erneut in Untersuchungshaft genommen.
Vor dem Landgericht Kiel beginnt der Prozess gegen einen 37-Jährigen, der im März einen 73-Jährigen im Kreis Rendsburg-Eckernförde mit einer Armbrust schwer verletzt haben soll. Motiv war laut Anklage die Kündigung einer Mietwohnung.
Ein Spaziergänger fand am Freitagvormittag eine Frauenleiche in einem Gebüsch nahe dem Zeiss-Großplanetariums in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Staatsanwaltschaft identifizierte das Opfer als 46-Jährige und ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.

Bei gewaltsamen Ausschreitungen in einer Migrantenunterkunft in Sintiki, Nordgriechenland, wurden fünf Personen verletzt und 17 festgenommen. Bewohner hatten Zäune beschädigt und Polizisten mit Gegenständen beworfen, bevor sie teilweise aus dem Lager flohen.
In den Tiroler Alpen kam es zu zwei tödlichen Unfällen. Ein Kletterer verunglückte am Großglockner, während ein 64-jähriger Mann aus Oberursel beim Abstieg vom Olperer in den Zillertaler Alpen 80 Meter in die Tiefe stürzte und verstarb.