Ein 37-Jähriger muss sich vor dem Landgericht Kiel verantworten, nachdem er einen 73-Jährigen mit einer Armbrust lebensgefährlich verletzt haben soll.
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Der Angeklagte soll aus Wut über eine Mietkündigung den Vermieter mit einer Armbrust angegriffen haben. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen an der Lunge.
Nachdem ein Senior im März im Kreis Rendsburg-Eckernförde mit einer Armbrust schwer verletzt worden war, beginnt nun vor dem Landgericht in Kiel der Prozess gegen einen 37-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, heimtückisch versucht zu haben, den Mann töten zu wollen. «Der Angeklagte bewegte sich zur Wohnanschrift mit der Absicht, den Mann aus Wut zu töten, weil dieser ihm die Mietwohnung gekündigt hatte», sagte Staatsanwalt Achim Hackethal. Dafür habe er eine Armbrust und 19 Bolzen dabeigehabt.
Als der Angeklagte an der Wohnung eintraf, klingelte er laut Staatsanwalt an der Tür des 73-Jährigen und wartete auf der gegenüberliegenden Straßenseite, bis sich die Tür öffnete. Um in der Dunkelheit unentdeckt zu bleiben, trug er schwarze Kleidung. Als die Tür aufging, drehte er sich um und schoss ohne Vorwarnung auf den Senior. Ein Bolzen traf ihn in die Brust, so die Anklage. Die Ehefrau des Schwerverletzten zog ihn in die Wohnung und verriegelte die Tür. Der Angeklagte konnte nach der Tat von der Polizei gestellt und festgenommen werden - seitdem sitzt er in Haft.
Nach Angaben von Hackethal durchbohrte der Bolzen den rechten Lungenflügel des Mannes. Noch in der Nacht wurde er operiert, verbrachte vier Wochen auf der Intensivstation und musste zeitweise im Koma künstlich beatmet werden. Ende April konnte er das Krankenhaus verlassen.
Für den Prozess sind vier Termine angekündigt worden. Ein Urteil könnte Anfang September fallen. Zudem ist geplant, dass sich der Angeklagte noch heute zur Tat äußern wird.
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Urteilsverkündung Anfang September
Likely · Within weeks
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