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BackDAX gibt im frühen Handel nach – Ölpreisschub und Fed-Entscheid belasten
DAX gibt im frühen Handel nach – Ölpreisschub und Fed-Entscheid belasten
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Tagesschau Wirtschaft44 minutes agoBusiness2 min readGermany

DAX gibt im frühen Handel nach – Ölpreisschub und Fed-Entscheid belasten

Der deutsche Leitindex fällt im frühen Handel zurück. Belastend wirken steigende Ölpreise infolge von Konflikten im Nahen Osten, Inflationssorgen und bevorstehende US-Zinsentscheidungen.

Quick Look

  • Der deutsche Leitindex DAX gibt im frühen Handel um 0,2 Prozent nach.
  • Belastend wirken steigende Ölpreise durch Angriffe in Saudi-Arabien und im Persischen Golf sowie die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

AI-generated summary

Why It Matters

Der DAX verzeichnete zuletzt ein Wochenminus von rund 1,8 Prozent. Die EZB hatte in der Vorperiode den Leitzins angehoben.

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Der deutsche Leitindex fällt im frühen Handel um 0,2 Prozent zurück auf 25.518 Punkte. Nach der kurzen Erholung vom Freitag bleibt er damit in Kontakt zu seinem Tief seit Ende Juli, das am Donnerstag bei 25.361 Punkten erreicht wurde. Zum Wochenschluss war der DAX noch mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 25.568 Punkte vorgerückt. Allerdings belief sich das Wochenminus trotzdem auf rund 1,8 Prozent.

Auch in dieser Woche ist die Lage auf dem Ölmarkt und das Geschehen im Nahen Osten ein wesentlicher Faktor für die Kursbewegungen. Die Situation wird immer kritischer: Der Ölpreis hat nach erneuten Angriffen auf Saudi-Arabien und auf Schiffe im Persischen Golf kräftig angezogen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kletterte am Morgen um knapp drei Prozent auf 107,60 Dollar und näherte sich damit wieder der Marke von 110 Dollar.

Die Angriffe schürten an den Finanzmärkten die Sorge vor einer Verknappung des Angebots. "Der DAX bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. Mit jedem weiteren Ölpreisschub wachse die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten.

Die steigenden Ölpreise fachen die Inflationssorgen weiter an. Das erhöht den Druck auf die Notenbanken. In dieser Woche stehen die Zinsentscheide der Bank of England, der Bank of Japan und vor allem der US-Notenbank Federal Reserve an. Nach unerwartet hohen US-Verbraucherpreisdaten vom Freitag gehen die Märkte von einer Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent für eine Zinserhöhung durch die Fed am Mittwoch aus.

Für Anlegerinnen und Anleger stehen am Mittwoch weniger der einzelne Zinsschritt als der weitere Zinskurs im Vordergrund, kommentiert Maximilian Wienke, Marktbeobachter beim Broker etoro. "Entscheidend dürfte sein, ob eine mögliche Erhöhung ein einmaliger Schritt gegen den Inflationsdruck bleibt oder den Beginn einer neuen Straffungsphase markiert."

Einen einzelnen Zinsschritt dürfte die robuste US-Wirtschaft und der Aktienmarkt noch relativ gut abfedern, so Wienke. "Schwieriger würde es, wenn Warsh weitere Erhöhungen signalisiert und sich die Erwartungen auf einen neuen Zinserhöhungszyklus verfestigen", erklärte der Experte.

Vor der möglichen Zinserhöhung hat US-Präsident Donald Trump erneut Druck auf die Fed ausgeübt. Er bekräftigte auf eine Frage einer Journalistin seine Drohung eines Handelsstopps mit bestimmten Ländern, sollte der Zentralbankrat die US-Geldpolitik nicht lockern. Trump hatte Anfang September auf Truth Social in Richtung der Fed geschrieben: "Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit Ländern ab, mit denen wir ein Defizit haben".

In der vergangenen Woche hatte bereits die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben. Höhere Zinsen sind tendenziell eine Belastung für die Aktienmärkte. Sie erhöhen die Finanzierungskosten von Unternehmen und können so die Gewinne schmälern. Zudem verteuern sie Investitionen und machen Anleihen als alternatives Investment attraktiver. Auf die Konjunktur können sie dämpfend wirken.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist wieder zurück auf der Agenda: Der Chef des KI-Entwicklers Anthropic hatte aus Sicherheitsgründen ein langsameres Entwicklungstempo gefordert. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. ChatGPT-Entwickler OpenAI hat deshalb einen Börsengang 2026 ausgeschlossen.

"Es stellt sich nun die Frage, ob ein vorsichtigeres Entwicklungstempo bei KI die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bremsen und damit die hohen Gewinnerwartungen der Branche gefährden könnte", kommentierten am Morgen die Experten der LBBW. Die Nachfrage nach Rechenleistung und Infrastruktur bleibe hoch, doch gerade wegen ihrer Bewertung seien Technologiewerte anfällig für Zweifel an den gewaltigen Investitionssummen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed am Mittwoch

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Open Questions

  • Wie entscheidet die US-Notenbank Fed über die Zinsen?
  • Wie entwickeln sich die Ölpreise nach den Angriffen weiter?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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