BackJapans verborgene Profiteure des KI-Booms
Japans verborgene Profiteure des KI-Booms
NEWS
FAZ1 hour agoBusiness1 min readGermany

Japans verborgene Profiteure des KI-Booms

Wie japanische Spezialisten wie Ajinomoto von der Halbleiterlieferkette und dem weltweiten Boom profitieren.

Quick Look

Der KI-Boom stützt sich nicht nur auf Tech-Giganten wie Nvidia oder Alphabet, sondern auch auf japanische Spezialunternehmen wie den Lebensmittelkonzern Ajinomoto, die wichtige Nachteile der Halbleiterlieferkette bedienen.

AI-generated summary

Why It Matters

Japans Börse beheimatet zahlreiche spezialisierte Unternehmen in der Halbleiterlieferkette, die international oft wenig bekannt sind.

Font size

Wer in KI investieren will, denkt an den Chipdesigner Nvidia. Oder an TSMC, den weltgrößten Chiphersteller aus Taiwan. Und an die Google-Mutter Alphabet oder in Europa an den Hersteller von Lithographieanlagen für die Halbleiterproduktion, ASML. Aber an einen japanischen Lebensmittelkonzern, der Natriumglutamat herstellt – und zugleich Isolierfilme für Nvidia-Chipgehäuse?

Für Ajinomoto, das auf einen Börsenwert von 34 Milliarden Dollar kommt, ist die Halbleitersparte ein wichtiges Standbein geworden. Das klingt nach einer Kuriosität, ist aber symptomatisch für den KI-Boom. Er wird nicht nur von den großen Konzernen getragen, sondern auch von Spezialisten aus anderen Branchen. Vor allem japanische Unternehmen aus der zweiten Reihe decken wichtige Teile der Halbleiterlieferkette ab.

Die große Unbekannte: Der Yen

Japans Börse ist reich an Halbleiterunternehmen – und arm an Namen, die Anleger international kennen. Ein genauer Blick in das Land, das eine jahrzehntelange Deflation hinter sich hat, lohnt sich daher. Für Anleger aus dem Euroraum kommt eine Unbekannte hinzu: der Yen. Schwächt sich der Yen weiter ab, kann sie Kursgewinne in Tokio schmälern. Und der KI-Boom schützt weder vor überzogenen Bewertungen noch vor einem Abschwung der Halbleiterbranche.

Die großen Namen stehen im Rampenlicht. Die japanischen Spezialisten liefern, was dahinter gebraucht wird. Japan ist deshalb vielleicht nicht der Ort für den nächsten Nvidia-Moment. Aber ein guter Ort, um zu sehen, wie viele unbekannte Unternehmen daran mitverdienen.

Open Questions

  • Wie stark wird sich der Yen weiter abschwächen?
  • Welche weiteren japanischen Nischenkonzerne profitieren vom KI-Trend?

Related Topics

This article was originally published by FAZ.

Related Stories

More on this topickünstliche intelligenz