
Trotz Dürre erwarten Winzer einen qualitativ hervorragenden Jahrgang. Dennoch kämpft die Branche mit Herausforderungen wie dem rückläufigen Markt, Bürokratie und steigenden Kosten.
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Der deutsche Weinbau steht unter dem Druck von Klimaveränderungen, rückläufigem Markt und strengeren regulatorischen Vorgaben.
Die deutschen Weinbauern freuen sich auf einen guten Jahrgang in ihren Kellern. Allerdings werde die Erntemenge wegen der Dürre geringer ausfallen. Doch neben den klimatischen Bedingungen bereiten den Landwirten auch andere Dinge Sorgen.
Trotz der anhaltenden Dürre rechnet der Deutsche Weinbauverband (DWV) mit einem guten Weinjahrgang. "Ich gehe davon aus, dass wir einen qualitativ hervorragenden Jahrgang bekommen", sagte DWV-Präsident Klaus Schneider. Aufgrund der niedrigen Niederschlagsmenge könnte jedoch eine geringere Menge erzeugt werden. Auch der Rheingauer Winzer Matthias Corvers sagte, die geschmackliche Natur des Jahrgangs sehe bereits sehr gut aus. Jetzt brauche es jedoch dringend etwas Regen, der den Trauben einen Reifeschub gebe. "Es darf aber nicht so viel sein, dass die Beeren platzen", sagte Corvers.
Die Branche stehe neben den klimatischen Extremen auch durch andere Faktoren unter Druck, so Schneider. Der rückläufige Weinmarkt, Schädlinge und neue regulatorische Anforderungen stellten die Betriebe ebenfalls vor Herausforderungen. Um die Branche zu stärken, brauche es Entbürokratisierung und eine Entlastung der Betriebe, etwa durch eine Anpassung des Mindestlohns.
Die in der Diskussion befindlichen Erhöhungen von Schaumwein- und Erbschaftsteuer würden die Betriebe zusätzlich be- statt entlasten. Zudem dürfe es keine Renationalisierung des Weinbausektors geben, die gemeinsame Agrarpolitik müsse auf EU-Ebene bleiben.
Um der Marktsituation gerecht zu werden, forderte Schneider einen Anbaustopp neuer Weinreben bis 2029, mit nur wenigen Ausnahmen. "Wir müssen das Produktionspotenzial angesichts der aktuellen Marktsituation steuern, um dem Weinsektor langfristig eine Perspektive zu geben", so Schneider. Die gesamte Rebfläche in Deutschland war Zahlen des Deutschen Weininstituts zufolge 2025 um ein Prozent zurückgegangen.
Der DWV begrüßte zudem die Möglichkeit zur Krisendestillation. Im Juli wurde bekannt, dass die Destillation von Rot- und Roséweinen aus den Anbaugebieten Rheinhessen und Württemberg finanziell von der EU gefördert wird, um die angespannte Marktsituation zu entlasten. Die EU stelle dafür insgesamt 14,16 Millionen Euro zur Verfügung, was einer Höchstmenge von rund 24 Millionen Litern entspricht.
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Anbaustopp neuer Weinreben bis 2029 als Forderung im Raum
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