
Schneckenbauern in Frankreich beklagen ein schwieriges Jahr durch Hitzewellen und Trockenheit. Experten befürchten hohe Verluste vor der Weihnachtssaison.
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Schnecken sind besonders als Weihnachtsessen in Frankreich traditionell sehr beliebt. Etwa 95 Prozent der Schnecken werden aus Osteuropa importiert.
Besonders als Weihnachtsessen sind Schnecken in Frankreich beliebt. Die Züchter erleben jedoch ein hartes Jahr. Etliche Hitzewellen rauben den Tieren das kühle und feuchte Umfeld, das sie brauchen. Experten befürchten hohe Verluste.
Aus der französischen Küche sind Schnecken nicht wegzudenken, doch wegen Hitze und Trockenheit befürchten die heimischen Züchter eine maue Ernte. "Schnecken mögen Kühle und Feuchtigkeit", sagt Anthony Garnier vom Branchenverband FNHF in Paris. "Sie hatten weder das eine noch das andere", meint er mit Blick auf diese Saison. Es sei für die französischen Züchter ein schwieriges Jahr.
Schon im Mai gab es in Frankreich eine langanhaltende und beispiellose Hitzewelle mit bis zu 37,8 Grad. Mehrmals hat Extremhitze seitdem das Land geplagt, Trockenheit kommt hinzu. Die Schneckenzucht zieht sich laut Garnier über 120 Tage, beginnend im April. Typischerweise beginnt die Ernte im September. Er habe wegen der Umstände aber bereits jetzt begonnen, Schnecken einzusammeln, erzählt der Züchter.
Die Wetterbedingungen haben die Branche laut Garnier vor zwei Probleme gestellt. Zum einen hätten die Bauern viele ausgetrocknete Schecken gefunden. Zum anderen seien mehr Schnecken als üblich von Vögeln und Nagern gefressen worden - laut Garnier, weil diese anderswo nicht ausreichend Nahrung fanden.
"Das tut im Herzen weh"
Im Sender France Info erzählt eine Züchterin, dass es den Schnecken viel abverlange, sich aus der Sonne in den Schatten zu bewegen. "Weil das Gehäuse noch nicht ausreichend dicht ist, dehydrieren sie und wir sehen, wie das Tier in seinem Gehäuse stirbt. Das tut im Herzen weh."
Wie schlecht genau die diesjährige Ernte ausfallen wird, ist noch nicht abzusehen. Eine seriöse Schätzung könne er dazu zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen, sagt Landwirt Garnier.
Schnecken sind als Delikatesse in Frankreich besonders zur Weihnachtszeit beliebt. Den Behörden zufolge kamen im Jahr 2020 etwa 15.000 Tonnen Schnecken verarbeitet auf den Markt. Nur ein Bruchteil davon stammt allerdings von den rund 500 heimischen Züchtern. 95 Prozent werden laut Garnier aus Osteuropa importiert, allen voran aus Rumänien.

Die deutsche Getreideernte fiel 2025 mit 41,9 Millionen Tonnen unterdurchschnittlich aus. Hitze und Trockenheit führten regional zu Ernteausfällen. Der Bauernverband fordert finanzielle Hilfen, während Landwirte durch Agroforst und Direktvermarktung gegensteuern.

Die anhaltende Hitze und Trockenheit in Deutschland führt zu erheblichen Verlusten in der Landwirtschaft. Seit Mitte Juni gingen rund drei Millionen Tonnen Getreide verloren. Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet eine deutlich kleinere Ernte von 40,6 Millionen Tonnen Getreide im Jahr 2026.

Trotz Dürre rechnet der Deutsche Weinbauverband mit einem qualitativ hervorragenden Weinjahrgang, erwartet jedoch eine geringere Erntemenge. DWV-Präsident Klaus Schneider fordert zudem Entbürokratisierung, einen Anbaustopp neuer Reben und warnt vor Steuererhöhungen.

Die anhaltende Trockenheit seit Mitte Juni hat in Deutschland zu einem Verlust von rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps geführt. Der Deutsche Raiffeisenverband beziffert die Einnahmeverluste auf 600 Millionen Euro, erwartet jedoch keine höheren Brotpreise.
Der Deutsche Bauernverband fordert angesichts von Hitzewellen und Trockenheit mehr politische Unterstützung und Flexibilität für landwirtschaftliche Betriebe.

Nach einem Rekordjahr 2025 wird die Kartoffelernte in Deutschland in diesem Jahr deutlich schlechter ausfallen. Grund dafür sind anhaltende Trockenheit sowie reduzierte Anbauflächen in Deutschland und Europa, wie der Verband der Kartoffelindustrie mitteilt.