Die Linke fordert 470 Euro Energiehilfe pro Bürger durch Übergewinnsteuer
Quick Look
- Die Linke im Bundestag fordert in einem Aktionsplan 470 Euro Energiehilfe pro Bürger, bestehend aus 320 Euro Klimageld und 150 Euro Energiekrisengeld, finanziert durch eine Übergewinnsteuer von 50 Prozent auf internationale Großkonzerne.
- Die Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek kritisierte Friedrich Merz für seine Spritpreisankündigung vor Landtagswahlen als wahltaktisch und ohne konkreten Vorschlag.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Energiepreise sind in Deutschland seit Monaten hoch, insbesondere die Spritpreise belasten Bürgerinnen und Bürger. Die Linke reagiert mit einem Aktionsplan zur Entlastung.
Die Linke im Bundestag fordert in einem Aktionsplan mit Maßnahmen gegen die steigenden Energiepreise Hilfen für die Bürger von 470 Euro. „Neben einem jährlichen Klimageld von circa 320 Euro fordern wir, so schnell wie möglich ein Energiekrisengeld in Höhe von 150 Euro an alle Bürgerinnen und Bürger auszuzahlen“, heißt es in dem Papier, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.
„Dies würde die größte Not sofort lindern. Die Auszahlung sollte im Rahmen der Steuererklärung als zusätzliches Einkommen gewertet werden. Die, die am wenigsten haben und nicht steuerpflichtig sind, würden entsprechend am meisten profitieren.“ Die Ausgaben sollten durch eine Übergewinnsteuer gegenfinanziert werden, heißt es weiter – mit einem erhöhten Steuersatz von 50 Prozent.
Die Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek sagte dem RND: „Dass Friedrich Merz ausgerechnet vor zwei wichtigen Landtagswahlen ankündigt, etwas gegen die hohen Spritpreise tun zu wollen, zeigt eines ganz deutlich: Es geht ihm nicht um die Menschen, die inzwischen seit Monaten unter den Spritpreisen leiden, sondern um das Wahlergebnis seiner Partei und letztlich um seine eigene Haut.“
Reichinnek kritisierte außerdem, dass Merz keinen „konkreten Vorschlag“ präsentiere, „sondern erneut eine fröhliche koalitionsinterne Debatte lostritt, die wie üblich bei der Regierung Merz über die Öffentlichkeit ausgetragen wird“. Das verdeutliche, wie weit der Kanzler „von den Alltagssorgen der Menschen entfernt ist“. Sie betonte: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass internationale Großkonzerne Menschen ausnehmen und sich an Staatshaushalten bereichern.“ Blieben deren Gewinne unangetastet, funktioniere keine echte Entlastung für die Mehrheit.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Übergewinnsteuer wird im Bundestag kontrovers diskutiert und wahrscheinlich von der Koalition abgelehnt.
Likely · Within weeks
Die Linke wird ihren Forderungen bei den bevorstehenden Landtagswahlen mehr Nachdruck verleihen.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wie hoch wären die Gesamteinnahmen durch die vorgeschlagene Übergewinnsteuer?
- Welche Unternehmen würden genau von der Übergewinnsteuer betroffen sein?
- Wie würde die Auszahlung des Energiekrisengeldes technisch abgewickelt?
- Gibt es Gegenvorschläge anderer Parteien zur Energiepreisbekämpfung?



