
Internationale Energieagentur warnt vor anhaltender Verknappung und steigenden Preisen
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Die IEA analysiert globale Ölmarkttrends und veröffentlicht regelmäßig Berichte zur Versorgungslage. Die G7-Staaten nutzen strategische Reserven zur Preisstabilisierung.
Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird Diesel noch bis weit ins kommende Jahr hinein ein knappes Gut bleiben. Grund dafür seien unter anderem Lieferausfälle aus dem Nahen Osten sowie rückläufige Exporte aus Russland und Teilen Asiens. Höhere Ausfuhren aus den USA und China hätten diese zuletzt nicht ausgeglichen, schreibt die IEA in ihrem Ölmarktbericht.
Nicht nur die Produktion bleibe eingeschränkt, auch die Lagerbestände seien vor dem Winter ungewöhnlich stark geschrumpft. Zudem hätten sich die Spannungen auf dem Rohölfrachtmarkt ausgeweitet. Die Preise für gelieferten Diesel in den wichtigsten Importmärkten – Europa, Afrika und Lateinamerika – könnten dadurch laut der IEA in den kommenden Wochen erneut steigen.
Im September gingen der Agentur zufolge die Ausfuhren aus dem Nahen Osten und Russland um zusammen 1,3 Millionen Barrel pro Tag zurück. Die Gewinnspannen der Raffinerien für Diesel waren im selben Monat auf einen Rekordwert von fast 95 Dollar pro Barrel gestiegen. Um die Preise zu dämpfen, wollen die G7-Staaten unter anderem insgesamt 100 Millionen Barrel Öl und Diesel aus strategischen Reserven freigeben.
US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich verkündet, dass Russland Diesel für den Weltmarkt bereitstellen werde. Daraufhin setzte seine Regierung Sanktionen gegen russische Kraftstofflieferungen vorübergehend aus.
Das dürfte die Lage auf dem globalen Ölmarkt laut IEA aber kaum verändern: Der Grund, warum Russland so wenig Diesel exportiere, seien vielmehr fehlende Raffineriekapazitäten durch Drohnenangriffe der Ukraine, heißt es vonseiten der Agentur.
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Preisanstieg für Diesel in Importmärkten
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