
Zahlreiche Gebäude eingestürzt, Flughäfen gesperrt und Krisenstab eingerichtet
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Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien getroffen und in mehreren Provinzen massive Schäden sowie Todesopfer verursacht.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien erschüttert. Es gab Verletzte und teils schwere Gebäudeschäden. Auch die Zahl der Toten steigt immer weiter – inzwischen sollen es mehr als 111 sein. Allein in der schwer getroffenen Stadt Pereira westlich der Hauptstadt Bogotá wurden inzwischen 47 Todesopfer registriert, wie Polizeichef Óscar Leonel Ochoa in einem Interview des Radiosenders Caracol Radio sagte.
Die nationale Katastrophenschutzbehörde UNGRD erhielt Berichte aus neun Provinzen. Das Beben war in allen 32 Provinzhauptstädten zu spüren und löste Evakuierungen aus.
So waren die Erschütterungen unter anderem in Städten und Gemeinden wie Bogotá, Medellín, Cali, Pereira und Manizales zu spüren, wie mehrere Medien berichteten . In der Millionenstadt Cali seien Teile von Gebäudefassaden beschädigt worden, Bürgermeister Alejandro Eder meldete mindestens 20 eingestürzte Gebäude. Unter den Trümmern würden noch mehrere Menschen vermutet. Die genauen Schäden würden nun mithilfe von Drohnen ermittelt.
In Manizales habe ein Turm der Kathedrale Schäden erlitten. Auch aus Pereira seien Gebäudeschäden gemeldet worden. In Bogotá wurden Gebäude evakuiert, die Schäden in der kolumbianischen Hauptstadt beschränkten sich dem Bürgermeister zufolge aber auf Risse in Gebäuden.
An den kleineren Flughäfen in Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura wurde der Flugverkehr »aus Sicherheitsgründen« eingestellt, wie die Luftfahrtbehörde mitteilte. Ein Tsunami sei nicht zu befürchten, erklärten Behördenvertreter.
Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Beben auch im venezolanischen Grenzstaat Táchira sowie in der Stadt Barquisimeto im Westen des Landes zu spüren war.
Venezuela war im Juni von zwei verheerenden Erdbeben erschüttert worden. Dabei kamen mehr als 6000 Menschen ums Leben, die meisten davon an der Küste nahe der Hauptstadt Caracas. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge waren die aktuellen Erdstöße auch in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sowie in Panama zu spüren.
Regierung aktiviert Krisenstab
Der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines Krisenstabs in San José del Palmar an. Dieser soll die Maßnahmen zur Bewältigung der Schäden und die Hilfe für Betroffene koordinieren.
De la Espriella kündigte an , persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita.
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Präsident de la Espriella reist persönlich nach Pereira
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