
Zahlreiche Tote und Verletzte bei gegenseitigen Drohnenangriffen in der Ukraine und Russland, während diplomatische Aktivitäten und Diskussionen über eingefrorene Vermögen laufen.
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Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile im fünften Jahr an und führt zu täglichen Zerstörungen sowie gegenseitigen Luftangriffen.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager sind unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Regierungsangaben mindestens 27 Menschen getötet worden. „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland und die annektierte Halbinsel Krim sind Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. In der russischen Grenzregion Belgorod kamen demnach drei Menschen ums Leben und neun weitere wurden verletzt. Drei der Verletzten befänden sich in einem ernsten Zustand, teilen die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Sewastopol auf der Krim sei ein Mensch getötet worden, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Auch Russland griff wieder die Ukraine an: Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, russische Truppen hätten ein Umschlagterminal im ukrainischen Hafen von Mykolajiw getroffen. Zudem seien ein Liegeplatz für Tankschiffe sowie Entladestellen für Kraft- und Schmierstoffe getroffen worden.
Infolge nächtlicher russischer Angriffe ist im südukrainischen Gebiet Odessa mindestens ein Mensch getötet worden. Weitere drei seien verletzt, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Fünf Getreidetransporter seien ausgebrannt und drei weitere beschädigt worden. Alle Brände konnten demnach gelöscht werden.
Zuvor hatte die Verwaltung des Landkreises Ismajil, in dem sich die Donauhäfen des Landes befinden, vor russischen Drohnen gewarnt. Anlagen der Transportinfrastruktur seien beschädigt worden.
Im südrussischen Gebiet Rostow sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens sieben Menschen bei einer Welle ukrainischer Luftangriffe verletzt worden. Zwei Kinder seien ins Krankenhaus gebracht worden, eines mit sehr schweren Verletzungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Jury Sljusar. In der Hafenstadt Rostow am Don wurden demnach zwei Wohnblöcke durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt. Ukrainischen Medienberichten zufolge soll auch das Warenlager eines Elektronikhändlers in Flammen aufgegangen sein. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Seit Wochen attackieren die ukrainischen Streitkräfte immer wieder Logistikzentren großer russischer Unternehmen. Insbesondere die Onlineversandhändler Wildberries und Ozon gerieten dabei ins Visier. Die Attacken verursachten Milliardenschäden und rückten die Folgen des russischen Angriffskriegs für das Nachbarland der Ukraine wieder stärker in den Fokus. Die Führung in Kiew versucht damit auch die politische Stimmung in Russland vor der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September zu beeinflussen.
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater für militärische Innovationen im italienischen Verteidigungsministerium. Dies teilt das Ministerium in Rom mit. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte dem Ukrainer den Posten nach dessen Entlassung im Juli angeboten. Fedorow erklärt auf der Plattform X, er wolle Italien bei der Einführung moderner Kriegstechnologien unterstützen und den Verteidigungssektor stärken. Der 35-Jährige war in seiner Heimat nach Konflikten mit der Militärführung und politischen Rivalen über Reformen bei der Beschaffung und Mobilisierung entlassen worden.
Kremlchef Wladimir Putin trifft nächste Woche gleich mehrere Staats- und Regierungschefs zu politischen Gesprächen in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek in Zentralasien und danach auch in Russland. An diesem Montag werde es beim Treffen mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping auch um die geplante neue Gasleitung Sila Sibiri 2 (auf Deutsch: Kraft Sibiriens) gehen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in Moskau mit. Am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) seien zudem Gespräche mit Indiens Premierminister Narendra Modi geplant.
Indien und China gelten für Russland als verlässliche Handelspartner, während die USA und die EU das Land wegen Putins Krieg gegen die Ukraine mit Sanktionen belegt haben. In Bischkek werde es auch um den Krieg in der Ukraine gehen, sagte Uschakow. Putin führt diesen Angriffskrieg inzwischen im fünften Jahr. Insbesondere Modi hatte Russland zu einer Beendigung der Invasion aufgefordert. Er und Putin sehen sich auch beim Gipfel der Brics-Länder am 12. und 13. September in Neu-Delhi.
Zudem stünden für Dienstag in Bischkek in Putins Terminkalender Unterredungen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, sagte Uschakow. Mit Erdogan werde Putin über den Krieg in der Ukraine und insbesondere über den Seekrieg im Schwarzen Meer sprechen. Dort greifen Kiew und Moskau auch Handelsschiffe unter anderem mit Drohnen an. Die Türkei will diese Kämpfe, die wirtschaftliche Milliardenschäden verursachen, beenden.Geplant sei am Dienstag auch ein Treffen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan, der mit seinem Südkaukasusstaat in iranischer Nachbarschaft in die EU strebt. Uschakow sagte, dass Armenien nicht beides haben könne, eine EU-Mitgliedschaft und die Vorzüge einer Partnerschaft mit Russland, das dem Land günstig Energie liefert. Eriwan müsse sich entscheiden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge von den USA Informationen über einige Treffen in Moskau erhalten. „Heute haben wir von der amerikanischen Seite Informationen über die Treffen in Moskau erhalten, die in diesen Tagen stattgefunden haben“, erklärt Selenskyj auf Telegram. Es habe dort mehrere Gespräche gegeben, ergänzt er, ohne Einzelheiten zu den Teilnehmern zu nennen. Selenskyj danke für die Informationen und den „notwendigen Ton“ des Gesprächs mit Russland. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Mittwoch berichtet, dass CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau gereist sei, um Russland vor einem Angriff auf ein Nato-Mitglied zu warnen. Der Kreml wies den Bericht zurück, während US-Präsident Donald Trump erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin werde keinen Angriff auf ein Nato-Land befehlen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Militär nach eigenen Angaben angewiesen, die Zahl der täglichen Drohnenangriffe auf Russland mit großer Reichweite auf 1000 von bislang rund 300 zu erhöhen. Dies sei nötig und die Ukraine werde diese Aufgabe erfüllen, erklärt Selenskyj in einer Abendansprache.
Russische Streitkräfte haben die ukrainische Hauptstadtregion Kiew den zweiten Tag in Folge mit Drohnen angegriffen. Dabei wurden ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt. Nach Angaben von Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, wurden 14 Lagerhallen, 16 Privathäuser, drei Mehrfamilienhäuser und 16 Fahrzeuge beschädigt.
An einem der getroffenen Orte schlug dem ukrainischen Katastrophenschutz zufolge eine zweite Drohne ein, nachdem bereits Rettungskräfte eingetroffen waren. Die Angriffe dauerten bis in die Tagesstunden an. Wegen einer Verschlechterung der Luftqualität wurden Bewohner mancher Gebiete aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten und möglichst wenig Zeit im Freien zu verbringen.
Nach Einschätzung des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation setzt Russland teils kleine Gruppen schneller, düsengetriebener Drohnen in mehreren Wellen ein. Ziel sei es, die Luftabwehr und die Bevölkerung zu erschöpfen, sagte der Leiter der Behörde, Andrij Kowalenko.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, bei den nächtlichen Angriffen sei ein Lager in der Region Kiew getroffen worden, in dem ukrainische „Flamingo“-Marschflugkörper und Treibstoff für Raketenantriebe gelagert worden seien. Von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zuletzt mehrfach von Drohnen angegriffen worden. Die Strahlenmesswerte in der frontnahen Anlage seien weiterhin im Normbereich, hieß es am Freitag.
Die IAEA sei informiert worden, dass am Dienstag zwei AKW-Mitarbeiter verletzt worden seien, als eine Drohne in der Nähe des Kühlwasserteichs angegriffen habe, hieß es. Am Mittwoch detonierte ein weiteres Flugobjekt im Bereich eines Trockenlagers für Reaktorbrennstoff. Am selben Tag wurde demnach eine Sprinkleranlage von einer dritten Drohne getroffen.
IAEA-Chef Rafael Grossi bezeichnete Angriffe auf Kernkraftwerke als inakzeptabel. Auf der Plattform X rief er die Kriegsparteien erneut zu maximaler Zurückhaltung auf. Das Kernkraftwerk Saporischschja ist mit sechs Reaktoren das größte Atomkraftwerk Europas. Bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs geriet es unter russische Kontrolle und wurde seitdem mehrfach beschossen. Die Reaktoren sind abgeschaltet, müssen aber weiterhin gekühlt werden. Die IAEA ist ständig mit einem Team vor Ort, um die Lage zu beobachten.
Russische Angriffe auf Lebensmittellager in der Ukraine haben dem ukrainischen Landwirtschaftsminister zufolge die Lagerkapazität fast vollständig zerstört. „Bis heute sind rund 90 Prozent der vom Einzelhandel betriebenen Lebensmittelversorgungsketten unterbrochen, aber das bedeutet nicht, dass die Ukrainer ohne Lebensmittel dastehen werden“, zitiert die Nachrichtenagentur Ukrinform Taras Wysozkij. Er fügt hinzu, dass verschiedene Versorgungsmöglichkeiten in Betracht gezogen würden, darunter direkte Lieferungen von den Produktionsstätten an die Einzelhandelsketten.
Die Ukraine und Russland führen aktuell nach Angaben des Kremls keine Friedensgespräche. „Dieses Thema befindet sich gerade in einer tiefen Pause“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten. Es gebe keine neuen Ideen. Gleichzeitig kenne Kiew die russischen Forderungen „ausgezeichnet“.
Tags zuvor hatte der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Kyrylo Budanow, gegenüber Journalisten die Wiederaufnahme von Gesprächen mit Russland im September nicht ausgeschlossen.
Die Ukraine will dem Kommandeur ihrer Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, zufolge ihre Angriffe auf den russischen Online-Händler Wildberries verstärken und alle seine Lager ins Visier nehmen. Bisher hätten seine Einheiten mithilfe von Langstreckendrohnen 24 Lager des „russischen Amazons“ getroffen, sagte Browdi dem „Tagesspiegel“. „Wir werden auch die restlichen Lager zerstören. Wildberries wird künftig nicht mehr in Russland arbeiten können“, fügte er hinzu. Er begründete die Angriffe damit, dass der Online-Händler militärische Ausrüstung für russische Soldaten verkaufe. „Als Armeeversorger sind sie ein legitimes Ziel“, sagte Browdi.
Die Angriffe mit Mittel- und Langstreckendrohnen etwa auf Ölraffinerien und Lager tief im Landesinneren führten auch dazu, dass der russischen Bevölkerung „das Sicherheitsgefühl abhanden“ komme. „Unsere Angriffe schränken den Komfort ein, genauso wie das Benzin an russischen Tankstellen“, sagte Browdi dem Blatt. Dass die Menschen in Russland den Krieg stärker spürten als noch im Vorjahr, sorge dafür, dass viele den Krieg hinterfragten. Für Angriffe auf Abschussrampen für ballistische Raketen zur Stärkung der eigenen Luftabwehr benötige die ukrainische Armee aber eine Internetverbindung bis nach Russland hinein. Bisher habe man erfolglos versucht, das US-Unternehmen Starlink davon zu überzeugen, ausschließlich zum Schutz der Zivilbevölkerung über sein Satelliten-System in einem begrenzten Gebiet Russlands nahe der Grenze dafür einen Internetzugang einzurichten.
Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ein russisches Tu-95MS-Raketenflugzeug auf dem Stützpunkt Engels angegriffen. „Das sind die Flugzeuge, die Angriffe gegen die Ukraine fliegen“, erklärt Selenskyj auf X. Der Angriff sei von der Alpha-Einheit des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU durchgeführt worden.
US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einem russischen Angriff auf ein Nato-Mitgliedsland. „Er wird kein Nato-Territorium angreifen“, sagt Trump vor Journalisten im Oval Office mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er weist zudem Medienberichte zurück, wonach CIA-Direktor John Ratcliffe russische Regierungsvertreter vor einer solchen Attacke gewarnt haben soll. In einem Telefoninterview mit dem Medienportal Axios hatte Trump zuvor erklärt, Ratcliffe sei nicht mit einer bestimmten Botschaft nach Moskau gereist. Der CIA-Chef treffe seinen russischen Amtskollegen alle sechs Monate oder einmal im Jahr. „Es gab keine Botschaft und es war nichts Ungewöhnliches“, sagt Trump.
Innerhalb der EU werden die Rufe nach einer erneuten Diskussion über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine laut. In einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die irische Außenministerin Helen McEntee argumentieren die Außenminister von Schweden, Spanien, den Niederlanden und Polen, dass die vereinbarten Finanzhilfen nicht ausreichten. Die Ukraine benötige sowohl kurz- als auch langfristig mehr finanzielle Unterstützung, heißt es darin.
Die Minister wollen das Thema beim EU-Außenministertreffen am 1. und 2. September in Irland auf die Tagesordnung setzen. Irland hat derzeit den rotierenden EU-Ratsvorsitz inne. Ein früherer Plan zur Nutzung der rund 210 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Zentralbankgeldern scheiterte am Widerstand Belgiens wegen möglicher Schaden
AI outlook — possibilities, not facts
Erhöhung der ukrainischen Langstrecken-Drohnenangriffe auf 1000 pro Tag
Likely · Within weeks
Diskussion über eingefrorene russische Vermögen beim EU-Außenministertreffen
Very likely · Within days
Nach einer durch einen Gletscherabbruch ausgelösten Sturzflut an der Grenze zwischen Nepal und Tibet ist die Zahl der Toten auf 682 gestiegen. Fast 3.000 Menschen werden weiterhin vermisst, während Rettungskräfte in den Schlammmassen nach Überlebenden suchen.
Ein russischer Drohnenangriff auf ein Munitionslager bei Kyjiw forderte 37 Todesopfer. Präsident Selenskyj kündigt Konsequenzen an. Parallel dazu intensiviert die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf russische Logistikzentren und Infrastruktur.
Seit dem 28. Februar befinden sich die USA und der Iran in einem bewaffneten Konflikt. US-Sanktionen und eine Blockade der Straße von Hormus führen zu wirtschaftlichen Engpässen im Iran und blockieren Hunderte Schiffe im Persischen Golf.
Seit dem 28. Februar befinden sich die USA und der Iran in einem bewaffneten Konflikt. Die Blockade der Straße von Hormus durch die USA führt zu globalen wirtschaftlichen Spannungen, Treibstoffknappheit im Iran und gefährdet die internationale Schifffahrt.
In der nigrischen Hauptstadt Niamey kam es zu Schusswechseln am Präsidentenpalast und einem Militärstützpunkt. Die Militärjunta unter Abdourahmane Tiani erklärte, die Lage schrittweise unter Kontrolle zu bringen, während Sicherheitskräfte mobilisiert wurden.
Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein mutmaßliches Munitionslager im Dorf Myla bei Kyjiw sind mindestens 37 Menschen gestorben. Unter den Opfern ist auch der Ortsvorsteher von Dmytriwka. Zivile Gebäude wurden schwer beschädigt.