US-Sanktionen belasten iranische Wirtschaft, während 400 Schiffe im Persischen Golf festsitzen und diplomatische Konferenzen verschoben werden.
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Der Konflikt eskalierte Ende Februar durch gegenseitige Angriffe. Seitdem blockiert das US-Militär iranische Häfen, während der Iran die Straße von Hormus sperrt.
Israel und die USA haben am 28. Februar gemeinsam den Iran angegriffen. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet. Seit dem 13. April blockiert das US-Militär iranische Häfen an der Straße von Hormus.
Am 21. April kündigte US-Präsident Donald Trump an, die Waffenruhe zu verlängern, bis der Iran einen Vorschlag zum Kriegsende vorlegt.
Am 15. Juni einigten sich der Iran und die USA auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.
Nach Angriffen auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus nahmen die USA die Angriffe auf den Iran am 7. Juli wieder auf.
Iranischer Präsident räumt wirtschaftliche Schäden durch US-Sanktionen ein
Die iranischen Exporte und Importe sind offiziellen Angaben zufolge in den vergangenen Monaten um 25 bis 35 Prozent zurückgegangen. In einem Interview äußerte sich Präsident Massud Peseschkian zu den Auswirkungen der zusätzlichen US-Sanktionen auf sein Land und räumte dabei ein, dass diese durchaus eine Wirkung hätten. »Manche sagen, die Sanktionen hätten überhaupt keine Wirkung; ich weiß wirklich nicht, was ich diesen Leuten antworten soll«, sagte er. »Wir befinden uns in einer Kriegssituation, und wir müssen diese Kriegsbedingungen akzeptieren.« Peseschkian sprach sich für eine weitere Anhebung der seit Jahren stark subventionierten Benzinpreise im Iran aus.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag davon gesprochen, den Iran durch eine »wirtschaftliche Erstickung« besiegen zu wollen. Sogenannte Sekundärsanktionen sollen auch ausländische Geschäftspartner des iranischen Regimes treffen und unter anderem die Bereiche Gold, Technologie, digitale Vermögenswerte, Luftfahrt und Schifffahrt erfassen. Solche Sanktionen könnten unter anderem China treffen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen umfassenden »Wirtschaftskrieg« gegen den Iran angekündigt.
Rund 400 Schiffe stecken seit Kriegsbeginn im Persischen Golf fest
Noch immer stecken seit Beginn des Irankriegs 400 Schiffe im Persischen Golf fest. »Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6.000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können«, sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez.
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran erklärte, die Straße von Hormus werde erst wieder geöffnet, wenn die Vereinigten Staaten ihr Verhalten änderten. Der Iran forderte unter anderem Entschädigungszahlungen.
Demnach wurden seit Kriegsbeginn Ende Februar 19 Seeleute bei 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf getötet.
Iranische Regierung gibt sich unbeeindruckt von neuen Sanktionen
Die iranische Regierung hat angekündigt, trotz neuer Wirtschaftssanktionen nicht nachzugeben. Durch "Verschwörungen" der USA und Israels werde der Iran sich nicht von seinem Kurs abbringen lassen, hieß es in einer von staatlichen Medien verbreiteten Regierungserklärung.
Der Iran werde weiterhin sowohl den diplomatischen als auch den Verteidigungsweg verfolgen, um die Sicherheit und die territoriale Integrität des Landes zu schützen. Die iranische Regierung wolle außerdem die Inflation eindämmen, Arbeitsplätze schaffen, die heimische Produktion fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise verringern.
Straße von Hormus ist laut Iran weiterhin geschlossen
Die Marine der iranischen Revolutionsgarde hat Angaben der USA zurückgewiesen, wonach die Straße von Hormus geöffnet sei. In einer Mitteilung beschrieb die Revolutionsgarde die Behauptungen der USA als Versuch, die Ölpreise zu kontrollieren und eigene Misserfolge zu vertuschen. Die Einschränkungen an der Meerenge blieben demnach so lange bestehen, bis die US-Militäraktionen gegen den Iran beendet und entsprechende Verpflichtungen umgesetzt seien.
Iranischer Präsident fordert Verhandlungen mit USA
In einem staatlichen Fernsehbericht hat sich der iranische Präsident Massud Peseschkian für Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ausgesprochen. Weder der Iran noch die USA könnten die eigenen Forderungen vollständig durchsetzen, sagte Peseschkian. Daher seien Gespräche nötig, um für Stabilität und Ruhe zu sorgen. Er kritisierte die Hardliner im Iran, die sich gegen ein Abkommen mit den USA stellen. Sie würden eine Fortsetzung des Kriegs bevorzugen und argumentieren, dass Sanktionen bislang kaum Auswirkungen für das Land gehabt hätten.
19 Seeleute seit Kriegsbeginn getötet
Seit Beginn des Irankriegs sind nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) 19 Seeleute bei Angriffen auf die internationale Schifffahrt getötet worden. Mindestens 6.000 weitere Besatzungsmitglieder säßen auf Hunderten Schiffen fest und könnten die Region nach wie vor nicht verlassen, teilte die UN-Sonderorganisation mit. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar habe es mindestens 70 Angriffe auf die internationale Schifffahrt im Persischen Golf gegeben.
Klingbeil fordert USA zu Kriegsende auf
Vor seinem Besuch des G20-Treffens in den USA fordert Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ein Ende des Irankrieges. »Das ist die wichtigste Botschaft, auch in die USA: Beendet diesen Krieg«, sagte Klingbeil im ARD-Interview der Woche.
Dabei verwies er auch auf hohe Spritpreise. »Schuld daran ist Donald Trump mit diesem verantwortungslosen Krieg, den er im Iran gestartet hat. Das sind die Auswirkungen, die wir an den Zapfsäulen spüren«, sagte Klingbeil.
Im Interview forderte er daher erneut eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen auf europäischer Ebene. »Die machen sich die Taschen voll, das muss unterbunden werden«, sagte er. Das Thema stehe für das EU-Finanzministertreffen am 19. September in Dublin auf der Tagesordnung.
Britische Schifffahrtsbehörde zählt mehr Transite durch die Straße von Hormus
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnet aktuell mehr Schiffspassagen durch die Straße von Hormus als andere Datenanbieter. Aus einem aktuellen Bericht der Behörde geht hervor, dass durchschnittlich etwa 29 Frachter die Meerenge täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert haben. Demnach sind in der vergangenen Woche 103 Schiffe in den Persischen Golf ein- und 101 Schiffe rausgefahren. Der Bericht verzeichnet einen leichten Anstieg seit dem Ende aktiver Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA Ende Juli.
Andere Schifffahrtsdatenanbieter wie die Plattform Kpler hatten zuletzt von einstelligen täglichen Transiten durch die Meerenge berichtet. Kpler wertet für seine Erhebungen Übertragungsdaten von Schiffstranspondern aus, die aber in der Region häufig deaktiviert werden. UKMTO berichtet unter Zuhilfenahme solcher automatischen Schiffsidentifizierungssysteme (AIS).
In Teheran bilden sich offenbar lange Schlangen vor Tankstellen
Lokalen Berichten zufolge fürchten Autofahrer in Teheran, dass der Sprit knapp wird. Wie Einwohner berichten, bilden sich in der iranischen Hauptstadt teils kilometerlange Schlangen vor Tankstellen. Die hohe Nachfrage hielt demnach auch in der Nacht an.
Die Nationale Erdölgesellschaft macht Gerüchte in sozialen Medien für den Andrang verantwortlich. Ein regionaler Leiter des iranischen Unternehmens sagte, einige Tankstellen hätten zeitweise den Betrieb einstellen müssen. Das Portal Khabaronline berichtet zudem unter Verweis auf Behördenangaben, am Montag sei in Teheran so viel Benzin getankt worden wie noch nie in diesem Jahr.
Iran sieht Möglichkeit einer diplomatischen Lösung mit den USA
Dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zufolge ist der Iran weiter zu einer diplomatischen Lösung mit den USA bereit. »Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen«, schrieb Araghtschi auf der Plattform X. Es hänge aber davon ab, dass die Vereinigten Staaten verstünden, dass Druck nicht funktioniere. »Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten«, schrieb Araghtschi.
Iran-Konferenz in Istanbul wird offenbar verschoben
Die internationale Iran-Konferenz findet deutschen Regierungskreisen zufolge nicht wie geplant am Sonntag statt. Ein Teilnehmer habe den Termin nicht wahrnehmen können, hieß es zur Begründung. Bei dem Treffen, das auch Deutschland angeregt hatte, wollten europäische und Anrainerstaaten über Lösungen für die blockierte Straße von Hormus beraten. Ein neuer Termin steht den Angaben zufolge noch nicht fest.
Zugesagt hatten unter anderem der Außenminister Johann Wadephul (CDU) und dessen Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien und der Türkei. Sie wollten sich mit den Außenministern von Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten darüber austauschen, wie in der Meerenge von Hormus eine freie und sichere Seeschifffahrt wiederhergestellt werden kann.
US-Finanzminister will G20-Vorsitz für Durchsetzung von Sanktionen gegen Iran nutzen
Scott Bessent, Finanzminister der USA, will bei Beratungen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in der nächsten Woche die wirtschaftliche Isolation des Iran vorantreiben. Wie ein Vertreter des Finanzministeriums mitteilte, will die US-Seite bei dem Treffen der G20-Finanzminister und -Zentralbankchefs am Montag und Dienstag im US-Bundesstaat North Carolina deutlich machen, dass die US-Sanktionen gegen den Iran eingehalten werden müssten.
Bessent werde bei der Zusammenkunft in Asheville bilaterale Treffen nutzen, um direkte Appelle zu formulieren.
Iran arbeitet an Bedingungen für Wiederöffnung der Straße von Hormus
Der Iran bereitet nach eigenen Angaben eine Liste von Bedingungen für die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Zu den Forderungen gehöre etwa ein Ende des regionalen Krieges, sagte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Mohsen Rezai, in einem Interview des Fernsehsenders Al-Manar.
Der Iran habe sich zudem mit dem Oman auf einen Schifffahrtskorridor geeinigt. Schiffe könnten eine zentrale Fahrrinne nutzen, falls die USA die Bedingungen erfüllten. Die Revolutionsgarde teilte mit, der Iran werde eine Wiederöffnung der Meerenge nicht erlauben, solange die USA nicht die Blockade iranischer Häfen aufhebe, Entschädigungen zahle und Sanktionen zurücknehme.
Irans Sicherheitschef bezeichnet möglichen Attentatsplan auf Trump-Sohn als Lüge
Berichte über angebliche Pläne über ein Attentat auf den jüngsten Sohn von US-Präsident Donald Trump sind dem Chef des nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezai, zufolge falsch. Diese Behauptungen seien eine Lüge, sagte er in einem Interview, das der libanesische Fernsehsender Al Manar ausstrahlte.
Iranischer Vizepräsident nennt heimische Kraftstoffproduktion ungenügend
Der Iran hat nach eigenen Angaben nicht genug Treibstoff, um die Ausfälle der Importe auszugleichen. Grund dafür sei die US-Blockade iranischer Häfen, sagte Vizepräsident Mohammed Dschafar Ghaempanah laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. »Die Kraftstoffproduktion ist ungenügend«, sagte er. Wegen der Blockade könne der Iran keinen Treibstoff aus dem Ausland einführen.
Die Folgen sind bereits im Alltag spürbar: Vor Tankstellen im Iran haben sich in den vergangenen Tagen lange Schlangen gebildet. Das Büro von Präsident Massud Peseschkian kündigte deshalb an, die geltenden Benzinquoten zu überprüfen.
AI outlook — possibilities, not facts
G20-Finanzminister beraten über Durchsetzung der Iran-Sanktionen.
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Seit dem 28. Februar befinden sich die USA und der Iran in einem bewaffneten Konflikt. Die Blockade der Straße von Hormus durch die USA führt zu globalen wirtschaftlichen Spannungen, Treibstoffknappheit im Iran und gefährdet die internationale Schifffahrt.
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