
US-Präsident Donald Trump kündigt für Januar 2027 massive Zölle auf kanadische Autos und Stahl an; Kanada plant Vergeltungsmaßnahmen.
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Die USA und Kanada sind wirtschaftlich eng verflochten, wobei 70 Prozent der kanadischen Exporte in die USA gehen. Der Handelsstreit basiert auf dem Trade Expansion Act von 1962.
Im festgefahrenen Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada lässt US-Präsident Donald Trump die Situation eskalieren. Am 1. Januar 2027 will er die Zölle für Autos, große und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent erhöhen, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Wie in der Vergangenheit könnten Unternehmen die Abgaben umgehen, indem sie in den USA produzierten, heißt es weiter.
Derzeit fordern die USA nach kanadischen Angaben auf Basis von Abschnitt 232 des "Trade Expansion Acts" aus dem Jahr 1962 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos, Lastwagen und entsprechende Teile. Zudem erheben sie bei Stahl, Aluminium und Kupfer Importabgaben von 10 bis 50 Prozent. Trump begründete seine Drohung erneut damit, dass Kanada die Vereinigten Staaten seit Jahren "ausbeute", und behauptete weiter, dass sein Land nicht auf den Handel mit dem Nachbarn angewiesen sei. In Kanada produzieren fünf große Konzerne Autos: Honda, Toyota, Ford, General Motors und Stellantis.
Der kanadische Premierminister Mark Carney sagte, er sei nicht überrascht über die Ankündigung neuer Zölle durch die USA. Gleichwohl zeigte er sich weiterhin verhandlungsbereit. Ein für beide Seiten vorteilhaftes Abkommen mit den Vereinigten Staaten sei weiterhin möglich, so Carney. Auch die US-Regierung signalisierte grundsätzlich Offenheit für Gespräche. Vizepräsident JD Vance erklärte, die Verhandlungen zwischen Kanada und den USA dauerten an. Er habe eigentlich erwartet, dass beide Länder die Handelsstreitigkeiten hätten beilegen können, doch Kanada habe "unzumutbare" Forderungen gestellt.
Laut der Nachrichtenagentur AP will Kanada am Dienstag reagieren und Vergeltungszölle gegen die USA ankündigen. Das sagte ein mit den Plänen vertrauter Regierungsvertreter der Agentur.
Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war am Wochenende nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. In der Nacht zu Samstag traten US-Zölle in Höhe von 50 Prozent unter anderem auf alkoholische Getränke, Milchprodukte, Hockeyschläger und Sperrholz aus Kanada in Kraft.
Daraufhin kündigte Kanadas Premierminister umgehend Gegenzölle an. Betroffen sind vom 8. September an insbesondere die US-Stahl- und Milchindustrie, aber auch die Papierbranche, Agrarmaschinen sowie Elektronik.
Die Volkswirtschaften der USA und Kanadas sind eng miteinander verflochten. Rund 70 Prozent aller kanadischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Unter Trump haben sich die Beziehungen jedoch massiv verschlechtert. Dazu trugen auch die wiederholten Äußerungen des US-Präsidenten bei, das Nachbarland solle Teil der USA werden.
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Kanada kündigt am Dienstag Vergeltungszölle an.
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