
UN-Atomwächter stellen 73 Tonnen Uran-Bestände aus der Assad-Regierung sicher. Gleichzeitig kündigt das Bildungsministerium an, Kurdisch als Nationalsprache an Schulen zuzulassen.
AI-generated summary
Israel hatte 2007 einen mutmaßlichen Kernreaktor in Syrien angegriffen. Die IAEA bestätigte 2007/2011 geheime Nuklearaktivitäten unter der Assad-Regierung.
Atomwächter der Vereinten Nationen haben in Syrien große Mengen an lange geheimgehaltenen Uran-Beständen aus der Regierungszeit des früheren Präsidenten Baschar al-Assad sichergestellt. Wie IAEA-Chef Rafael Grossi in einem nicht öffentlichen Bericht in Wien festhielt, handelte es sich um 73 Tonnen, davon rund 55 Tonnen Brennstäbe für ein geheimes Reaktorprojekt.
Der Bericht enthielt die erste detaillierte Auflistung des Nuklearmaterials, nachdem Grossi und der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani in Damaskus die Existenz der Uran-Bestände vor zwei Wochen bekanntgegeben hatten.
Das Material sei in den vergangenen Tagen von IAEA-Fachleuten überprüft und gesichert worden und stehe nun unter Beobachtung der IAEA. Grossi hatte in Damaskus davor gewarnt, dass das Uran missbräuchlich verwendet werden könnte.
Israel hatte 2007 die Baustelle für einen mutmaßlichen Kernreaktor in Syrien angegriffen und zerstört, um zu verhindern, dass das Land damit Atomwaffen herstellen kann. Die IAEA war bereits 2011 in einem Untersuchungsbericht zum Schluss gekommen, dass es sich um einen geheimen Reaktor gehandelt habe, der Ähnlichkeiten mit einem Reaktor im Atomwaffen-Staat Nordkorea aufweise.
Wegen des Widerstands der Assad-Regierung und wegen des Bürgerkriegs konnte die IAEA den geheimen Aktivitäten jedoch nicht vor Ort auf den Grund gehen. Die frühere syrische Regierung habe den Reaktor, eine Fabrik für nuklearen Brennstoff und eine Lagerstätte für Atommaterial vor der IAEA verborgen, hieß es in Grossis neuem Bericht.
Kurdisch wird zum Unterrichtsfach in Syrien
Die neuen islamistischen Machthaber sind bestrebt, im In- wie im Ausland als kompromissfähig angesehen zu werden. Vor diesem Hintergrund kann Kurdisch künftig an staatlichen und privaten Schulen als Nationalsprache unterrichtet werden, wenn Kurden in der jeweiligen Region einen erheblichen Teil der Bevölkerung stellen. Das Bildungsministerium änderte dazu die Durchführungsbestimmungen eines Dekrets aus dem Jahr 2026.
Unter den ethnischen Minderheiten in Syrien stellen die Kurden die größte Gruppe. Zu Zeiten der gestürzten Assad-Regierung wurden sie weitläufig diskriminiert. Sie leben vor allem im Nordosten des Landes. Dort hatten sie sich eine eigene Selbstverwaltung aufgebaut. Die neue Führung in Damaskus will das Land nach Jahren der Spaltung neu ordnen und alle Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen. Die Regierung drängte im Zuge militärischer Gefechte auf eine Auflösung der kurdischen Verwaltung.

Israels Armee hat Muein al-Arabid, einen Sicherheitschef der Hamas, bei einem Einsatz im Gazastreifen festgenommen. Bei den Operationen wurden laut Krankenhausangaben drei Menschen getötet, darunter zwei Minderjährige.

US-Regierungskreisen zufolge sollen Schiffe der chinesischen Reederei Cosco mit Hightech-Spionageausrüstung zur Überwachung von Militärkommunikation ausgestattet sein. Die chinesische Botschaft wies die Vorwürfe zurück.
Nach einem Drohnenvorfall in Leipzig bestellen EU-Staaten russische Diplomaten ein. Gleichzeitig melden Behörden schwere russische Luftangriffe mit Toten und Verletzten in Kyjiw, Odessa und weiteren ukrainischen Regionen.

Nach Google hat auch Apple den Grenzsee Lake Ontario in seiner Karten-App für US-Nutzer in »Lake America« umbenannt. Der Schritt folgt auf eine Verfügung von US-Präsident Donald Trump im Zollstreit mit Kanada.

Nach neuen US-Angriffen auf Ziele in Iran klettern die Ölpreise deutlich. Die USA raten Staatsbürgern im Nahen Osten zur Vorsicht, während sich die militärische Lage in der Region weiter zuspitzt.

Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt alle Airlines vor Flügen über Russland wegen zahlreicher geplanter Drohneneinsätze. Kremlchef Putin bezeichnet dies als Staatsterrorismus und lehnt Verhandlungen vorerst ab.