Selenskyj warnt Fluggesellschaften vor russischem Luftraum
Der ukrainische Präsident warnt wegen drohender Drohneneinsätze vor Flügen über Russland. Kremlchef Putin wirft der Ukraine »Staatsterrorismus« vor.
Quick Look
- Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt alle Airlines vor Flügen über Russland wegen zahlreicher geplanter Drohneneinsätze.
- Kremlchef Putin bezeichnet dies als Staatsterrorismus und lehnt Verhandlungen vorerst ab.
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Why It Matters
Die Ukraine wehrt sich seit Jahren gegen die russische Invasion und setzt zunehmend Drohneneinsätze im russischen Hinterland ein.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat alle Fluggesellschaften vor Flügen über Russland gewarnt. »Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher«, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft .
Aufgrund der Einsätze ukrainischer Drohnen sei der Luftraum gefährlich und faktisch gesperrt. Die Ukraine stelle zwar keine Bedrohung für die zivile Luftfahrt dar. Aber: »Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss«, erklärte der Staatschef.
»Obwohl die russischen Behörden es nicht offiziell bekannt geben, wird der russische Luftraum faktisch geschlossen«, fügt Selenskyj hinzu. Erst vergangene Woche hatte er den Einsatz von bis zu 1000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht.
Bislang fliegen etwa Airlines aus China und der Türkei weiter über Russland.
Kremlchef Wladimir Putin reagierte noch in der Nacht bei einer Pressekonferenz in Bischkek, der Hauptstadt der zentralasiatischen Republik Kirgisistan. Es handle sich um »Staatsterrorismus«, auf den Russland reagieren werde. »Ich weise darauf hin, dass sie uns darum bitten, die Verhandlungen wieder aufzunehmen«, sagte Putin mit Blick auf Äußerungen aus Kyjiw.
»Sie bitten um persönliche Treffen. Mit Terroristen werden aber keine Verhandlungen geführt«, betonte Putin. Die Verhandlungen unter US-Vermittlung liegen nach seiner Darstellung auf Eis.
Allerdings sagte der Kremlchef, dass insbesondere die von US-Präsident Donald Trump geschickten Gesandten willkommen seien in Moskau. Auf eine Frage bei der Pressekonferenz, warum Moskau in Kyjiw die Führung nicht militärisch auslösche, sagte Putin, dass noch Vertreter für Verhandlungen in Zukunft gebraucht würden.
Selenskyj bestätigte bei seiner Warnung Medienberichte, wonach die USA für vergangene Woche Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um eine Unterbrechung von Angriffen auf Moskau und Sankt Petersburg gebeten hätten. CIA-Chef John Ratcliffe reiste in der Zeit unangekündigt nach Moskau.
Zudem ersuchte ein weiterer Staat laut Selenskyj eine Pause für Angriffe auf Wladiwostok. In der russischen Großstadt am Pazifik findet von Dienstag bis Freitag ein Wirtschaftsforum mit internationalen Gästen und einem Auftritt Putins statt. Ukrainische Angriffe sind in der über 6000 Kilometer von der Ukraine entfernten Region des Fernen Ostens bisher nicht erfolgt.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion und greift in ihrem Abwehrkampf immer wieder mit Drohnen auch weit entfernte Ziele im russischen Hinterland an.
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Open Questions
- Wie werden China und die Türkei auf die Luftraumwarnung reagieren?
- Welche konkreten Schritte folgen auf Putins Drohungen?





