
Nach ersten Teilergebnissen liegen Befürworter und Gegner eines EU-Beitritts in Island fast gleichauf.
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Island brach die EU-Beitrittsverhandlungen 2013 nach vier Jahren ab. Das Interesse an einer Mitgliedschaft ist zuletzt gestiegen.
Reykjavík. Bei dem Referendum in Island über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Nach ersten Teilergebnissen vom Sonntag lagen das Lager der Befürworter und der Gegner fast gleichauf.
Gegen den Vorschlag der Regierung stimmten nach Auszählung von 152.000 Stimmen der rund 270.000 Wahlberechtigten 50,1 Prozent, wie der Rundfunksender RUV berichtete.
Für die Wiederaufnahme von Verhandlungen, die 2013 nach vier Jahren abgebrochen worden waren, sprachen sich demnach 49,9 Prozent aus. Angaben zur Wahlbeteiligung lagen zunächst nicht vor. Bislang sind fünf von sechs Wahlkreisen ausgezählt. Ein verlässliches Endergebnis wird für Sonntagmittag erwartet. Die Wahllokale wurden am Samstagabend um 22.00 Uhr geschlossen. Umfragen hatten zuletzt auf ein enges Rennen hingedeutet.
In dem Inselstaat im Nordatlantik ist das Interesse an einer EU-Mitgliedschaft zuletzt wieder gewachsen – unter anderem wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten, des Ukraine-Krieges sowie der wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das benachbarte Grönland zu annektieren.
Befürworter von Beitrittsgesprächen argumentieren, dass eine EU-Mitgliedschaft und eine mögliche Einführung des Euro die hohen Zinsen dämpfen und die Inflation im Land eindämmen könnten. Der Leitzins der isländischen Zentralbank liegt derzeit bei acht Prozent. Gegner eines EU-Beitritts befürchten hingegen einen Verlust der Souveränität und der Kontrolle über die für das Land wichtigen Fischereigewässer.
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Veröffentlichung des offiziellen Endergebnisses
Very likely · Within hours

Bei einem Referendum in Island hat sich laut dem isländischen Rundfunk eine Mehrheit gegen die Wiederaufnahme von EU-Beitrittsgesprächen ausgesprochen. Gegner warnten vor Kontrollverlusten beim Fischfang.

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